OMDeutschland 2016: Die Bundeswehr ist in aller Welt im Einsatz und wirbt aggressiv in Schulen, Jobcentern und auf Ausbildungsmessen um neue Rekruten. Deutsche Waffen werden überall hin verkauft, wo es nur irgendwie geht. Hunderttausende Menschen fliehen vor Armut, Verfolgung und Tod hierher und werden dann als Sündenböcke für die immer deutlicher werdende soziale Ungerechtigkeit missbraucht. Es sind unschöne Zustände.

Umso wichtiger, sich diesem Irrsinn immer wieder entgegenzusetzen. Zum Beispiel auf dem alljährlichen Ostermarsch am Montag, wo wir als SDAJ auch in diesem Jahr gut vertreten waren – mit einigen neuen Ideen. So sperrten wir etwa symbolisch den Wilhelmplatz in Dortmund ab: nur wer Profit bringt, darf die Festung Europa betreten, der Rest muss sich zu den davor dargestellten Leichensäcken gesellen, bis die Grenzen dann doch geöffnet werden. Zudem ließen wir diejenigen zu Wort kommen, die von der momentanen Situation am meisten profitieren: „Flucht und weltweite Armut sind gut fürs Geschäft“ weiß zum Beispiel der Vorstand der deutschen Bank.

Und so stellen wir schon eine Woche nachdem auf unserem Bundeskongress die Kampagne „Stop Wars – Gemeinsam gegen ihre Kriege“ beschlossen wurde klar: Die Bundeswehr an unserer Schule? Nicht mit uns! Deutsche Weltmachtambitionen? Wirtschaftsinteressen, die unseren entgegenstehen! Und Krieg? Nicht in unserem Namen!