Aufruf zum Dortmunder Jugendblock

Fehlende Ausbildungsplätze, keine Übernahme nach der Ausbildung und prekäre Jobs im Studium sind für viele von uns Alltag. Noch immer sind ausbildungsfremde Tätigkeiten und Löhne bzw. Ausbildungsvergütungen unter Mindestlohn keine Ausnahme. Aber wir sind keine billigen Arbeitskräfte. Darum kämpfen wir gegen Lohndrückerei und eine Novellierung des Berufsbildungsgesetzes, die unsere Interessen übergeht.

Von einem Wirtschaftsaufschwung ist für viele von uns wenig zu spüren. Schuld daran sind jedoch nicht etwa Geflüchtete, welche von rassistischen Hetzern als Bedrohung hingestellt werden. Forderungen nach einer Aussetzung von Mindestlohn für Teile der Bevölkerung nützen nicht denjenigen, die für einen unwürdigen Niedriglohn schuften sollen. Nach dem Motto „Wenn die’s für den geringen Lohn machen, dann sollt ihr das auch“ wird Druck auf die Löhne aller arbeitenden Menschen ausgeübt. Ähnlich wie mit Werkverträgen werden wir gegeneinander ausgespielt. Doch wir wollen ein gutes & selbstbestimmtes Leben für alle – egal wo sie herkommen & arbeiten. Dazu brauchen wir ein Einkommen zum Auskommen.

Wenn wieder mal Milliarden für Rüstungsprojekte ausgegeben werden fehlt dieses Geld in unseren Berufsschulen & Unis. Als fünftgrößter Waffenexporteur gehört Deutschland bzw. genauer die Rüstungskonzerne dieses Landes zu Profiteuren von Kriegen und Mitverursachern von Fluchtbewegungen. Und auch die Bundeswehr ist mit rund 15 Missionen im Ausland vertreten. Aus Afghanistan, Syrien und dem Kosovo fliehen Menschen. Die seit 15 Jahren andauernde Beteiligung der Bundeswehr an der Besetzung Afghanistans hat dem Land keinen Frieden bringen können. Deshalb fordern wir ein Ende von Auslandseinsätzen der Bundeswehr, Rüstungsexporten und Aufrüstung.

Kommt mit uns am 1. Mai gegen Krieg und Lohndrückerei auf die Straße! Seite an Seite mit Geflüchteten demonstrieren wir für eine Gesellschaft, in der alle Menschen in Frieden und ohne Kriege leben können; für eine Gesellschaft, in der jeder eine Zukunft hat und niemand auf der Strecke bleibt!

Wir fordern:

• Keine Ausnahmen beim Mindestlohn!
• Schluss mit ausbildungsfremden Tätigkeiten!
• Lehr- und Lernmittelfreiheit in Ausbildung & Studium!
• Volle Anrechnung der Berufsschulzeit auf die Arbeitszeit!
• Kompetente Ausbilder_Innen in den Betrieben!
• Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!
• Stopp von Rüstungsprojekten und Militärexporten!

Heraus zum 1. Mai!

Demo:

Start 10.30 Uhr, Platz der Alten Synagoge (Dortmund)

anschließend Familienfest im Westfalenpark von 12 bis 18 Uhr

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