Mittwoch, den 6. Juni 2012

Zentrum für Politik und Kultur,  Oesterholzstrasse 27

Doors open 19 Uhr / Vorführung um 19.30 Uhr

Der Film erinnert an das Lebenswerk von Ettie und Peter Gingold, die beide als junge Erwachsene während der Okkupation des faschistischen Deutschland in der französischen Widerstandsbewegung Résistance kämpften. Sie leisteten entschiedenen Widerstand unter Einsatz ihres Lebens, waren 1944 an der Befreiung von Paris beteiligt und blieben ihr Leben lang als Kommunisten und Antifaschisten in der BRD aktiv im Einsatz für eine freie und demokratische Gesellschaft. Insbesondere engagierten sie sich gegen jede Tendenz von neuem Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Als Zeitzeugen traten sie vor Schulklassen, Jugendgruppen und auf Demonstrationen und Kundgebungen auf.

Im Anschluss kann man über den Film sprechen oder den Abend gemütlich ausklingen lassen. Wie gewohnt gibt es Musik und Cocktails.

Wann? Die SDAJ Dortmund trifft sich jeden Mittwoch um 19 Uhr

Wo? In unserem “Z”. Das ist in der Oesterholzstraße 27 in der Dortmunder Nordstadt

Was? Dabei diskutieren wir aktuelle Fragen, so zum Beispiel über die Städtischen Kliniken in Dortmund, die privatisiert werden sollen oder über Kopfnoten, die wir auf’s Zeugnis gedrückt kriegen.
Aber wir reden nicht nur, sondern handeln auch, sind aktiv…. Gegen Ausbildungskiller und Bildungsabbau. Gegen Nazis und Rassismus. Gegen Rüstungskonzerne und Kriegsplaner.

Mach mit! Melde dich bei uns.
sdaj_dortmund (at) riseup.net (PGP unter “Kontakt”)

14. Juni 2012, 19.00 Uhr

Steinwache, Steinstasse 50

Buchpräsentation mit Constantin Goschler:

Die Entschädigung von NS-Zwangsarbeit am Anfang des 21. Jahrhunderts. Fast sechzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielten rund 1,66 Millionen NS-Zwangsarbeiter eine materielle und symbolische Entschädigung. Neben jüdischen Sklavenarbeitern lag der Schwerpunkt vor allem auf Ost- und Ostmitteleuropa, wohin bis dahin kaum Wiedergutmachung für NS-Verfolgte geleistet worden war. Vier Jahre lang erforschte ein internationales Team von 20 Wissenschaftlern die Umsetzung und die Folgen dieser Entschädigung. Jetzt wurden die Ergebnisse in einer umfangreichen Publikation der Öffentlichkeit übergeben. Darin wird gezeigt, in welcher Weise die Logik politischer Verteilungskämpfe und bürokratischer Institutionen auf komplexe Verfolgungserfahrungen und konkurrierende Gerechtigkeitsansprüche traf und dabei auch die europäische Erinnerungslandschaft umformte. In einem Gespräch präsentiert der Leiter des Projekts, der Bochumer Historiker Constantin Goschler, die zentralen Ergebnisse.

Professor Dr. Constantin Goschler, studierte in München. Nach Stationen in Berlin, Prag, Cambridge und Jena ist der seit 2006 Professor für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Er leitet das Projekt „Geschichte der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” (EVZ) und ihrer Partnerorganisationen.“

16. Juni, 11 Uhr

Duisburg Hbf

Wir unterstützen den Aufruf von Young Struggle Duisburg:

“Am Samstag den 16.06. veranstaltet wir eine Demonstration für die Freilassung unseres Genossen Deniz. Die Demo beginnt um 11:00 Uhr am Duisburger Hbf und findet im Rahmen der europaweiten Aktionswoche für Deniz statt. In dieser Woche halten wir den Repressionsbehörden unsere gemeinsame Solidarität entgegen. Wir lassen niemanden mit den Repressionen alleine, denn wir wissen, dass auch wenn es nur einige trifft, wir letztendlich alle gemeint sind.”

Worum geht es? Flyer Solidemo

23.06.2012 ab 14.00 Uhr

Kanalufer/Brücke Wolbeckerstraße

Ein Viertel für Alle – Statt Monopoly-Falle

Live-Musik * Kultur * Kaffee und Kuchen * Grill * Cocktails

Gespräche und Diskussionen in nachbarschaftlicher Atmosphäre

Initiativen und Organisationen stellen sich vor * Kinderprogramm

Donnerstag, 28. Juni 2012, 19 Uhr

Auslandsgesellschaft NRW, Steinstraße 48, 44147 Dortmund

Im türkischen Parlament stellen die Grauen Wölfe die drittstärkste Fraktion, in der BRD versammeln sie alljährlich tausende Anhänger zu ihrer Jahresversammlung in der Essener Grugahalle. In den letzten Jahren ist es auch in der BRD und auch in Dortmund zu Aufmärschen türkischer Nationalisten gekommen.

In der Türkei haben die Grauen Wölfe viele Linke und Gewerkschafter ermordet, und auch in Deutschland gab es mehrere Tote bei Überfällen türkischer Faschisten. In der BRD geht man davon aus, dass sie Protektion durch den Verfassungsschutz und Unionspolitiker genießen – als Gegengewicht gegen starke fortschrittliche türkische Organisationen. So unterwandern sie als “Wölfe im Schafspelz” Parteien und Migrationsbeiräte, während jugendliche Anhänger im Internet Mordhetze gegen Kurden, Juden und Armenier verbreiten.

In unserer Veranstaltung wollen wir die historische Entwicklung der Grauen Wölfe und anderer türkischer Nationalisten zeigen, über die Situation vor Ort in Dortmund sprechen und einen Blick auf aktuelle Aktivitäten türkischer Nationalisten und Faschisten im Ruhrgebiet werfen. Wie immer beim Bündnis gegen Rechts wird es im Anschluss an den Vortrag Gelegenheit zur Diskussion geben.

Referent: Dr. Nikolaus Brauns

Zum Referenten
Dr. Nikolaus Brauns ist Historiker, Journalist und Autor. Er promovierte über die Geschichte der Roten Hilfe. Seit 2007 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der innenpolitischen Sprecherin der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, Ulla Jelpke. “Nick” Brauns ist regelmäßiger Autor der Tageszeitung Junge Welt und Autor zahlreicher Publikationen zum Nahen Osten, Türkei/Kurdistan und zur Geschichte der Arbeiterbewegung.
http://www.nikolaus-brauns.de