(Foto: DSSQ, CC)

In der Nacht vom 11. auf den 12. August 2011 haben Nazis das Denkmal für die „Märzgefallenen“ auf dem Nordfriedhof in Dortmund-Eving beschmiert. Mit Hakenkreuzen und viel roter Farbe verunreinigten sie dieses Denkmal, welches an 12 Arbeiter aus Dortmund erinnert, die in der Märzrevolution 1920 im Kampf gegen die Konterrevolution gefallen sind. Diese pietätlose Tat reiht sich ein in eine Reihe von Übergriffen seitens der Nazis in den letzten Wochen.

DKP und SDAJ Dortmund erklären dazu:

Wir protestieren gegen den Anschlag auf das Denkmal für die Märzgefallenen. Rote Farbe und schwarze Hakenkreuze haben das Gedenken an die Kämpfer gegen den Kapp-Putsch auf dem Nordfriedhof geschändet. Neonazis feiern diese nächtliche Totenschändung im Internet.

Das Mahnmal auf dem Nordfriedhof erinnert an die Kumpel, die den Putsch der Feinde der Demokratie im Ruhrgebiet niederrangen und ihren Kampf im März 1920 mit dem Leben bezahlten. Der Widerstand im Revier konnte nur in einer frühen Gemeinsamkeit kommunistischer, sozialdemokratischer und christlicher Arbeiter erfolgreich sein. Eine kämpferische Gemeinsamkeit, die später leider wieder aufgegeben wurde und im Revier nur selten wiederauflebte.

Es war die KPD, die das Mahnmal an die Toten hier errichtete. Wie durch ein Wunder blieb es im Faschismus unzerstört und damit als ein Dokument der politischen Arbeiterbewegung erhalten. Seit der Zulassung der DKP hat ihre Stadtteilgruppe Nord die Pflege übernommen. Gemeinsam mit anderen hält sie die Erinnerung mit einer jährlichen Stunde der Mahnung und Ehrung der Märzgefallenen am Mahnmal wach. Sie wird für die Wiederherstellung des Mahnmals sorgen und fordert dazu auch die Stadt Dortmund auf.