Am Donnerstag vormittag wurden in einer großangelegten und lange vorbereiteten Aktion die drei aktivsten Nazikameradschaften in NRW, der Nationale Widerstand Dortmund (NWDO), die Kameradschaft Aachener Land (KAL) und die Kameradschaft Hamm (KS Hamm) verboten und von der Polizei aufgelöst. Nach dem Verbot des Aktionsbüros Rheinland und diversen Durchsuchungen im Frühjahr, folgte nun der härteste Schlag gegen organisierte Neonazis in NRW seit Jahrzehnten.

Wir begrüßen die Verbote des SPD-Innenminister Ralf Jäger ausdrücklich und freuen uns über die konsequente Umsetzung durch die Polizei. Die drei Kameradschaften haben seit Jahren politische Gegner, MigrantInnen, Homosexuelle und andere Menschen terrorisiert und für ein Klima der Angst gesorgt. Der Mörder von Thomas Schulz, Sven Kahlin, war Mitglied der Skinheadfront-Dorstfeld, einer dem NWDO zugeordneten Organisation.

Mit ihrer menschenverachtenden und antidemokratischen Propaganda versuchten sie Menschen aufzustacheln und die Lohnabhängigen mit Rassismus zu spalten. Faschistisches Denken stellt keine bloße Meinung dar, sondern ist eine verbrecherische Ideologie. Deutlichster Ausdruck dafür sind die 180 seit 1989 von Neonazis in Deutschland ermordeten Menschen. Dies ist Konsequenz einer Ideologie, die Menschen ihr Existenzrecht abspricht. Daher fordern wir ein Verbot aller faschistischen Organisationen, auch der NPD, um den Neonazis ihr Treiben so schwer wie möglich zu machen.

26. August 2012