qjwh2ebeDer Betriebsratsvorsitzende der Burger King Filiale in Dortmund Kley war 10 Tage arbeitsunfähig krank geschrieben. Sein neuer Chef nutze dies, um hinter ihm her zu spionieren. Nun soll er seines Amtes enthoben und wegen Betrug entlassen werden.

Angriffe auf Belegschaft und Betriebsräte

Am 3. Mai 2013 hat Burger King Deutschland alle eigenen Restaurants an einen Franchisenehmer verkauft. Die neu gegründete Yi-Ko Holding GmbH aus Stade ist seitdem mit 91 Filialen der größte Franchisenehmer in Deutschland. Sofort nach der Übernahme begann der Geschäftsführer Ergün Yildiz mit Angriffen auf die Belegschaft und ihre Betriebsräte. So wurden zum Beispiel alle Betriebsvereinbarungen die mit den Betriebsräten verabredet waren gekündigt, Betriebsratsarbeit wird nicht mehr als Arbeitszeit anerkannt, die Belegschaft durch Verteilung von „Wir sind Burger King“-Buttons an „treue“ Beschäftigte unter Druck gesetzt. Dazu wird offen angekündigt zukünftige Tariferhöhungen und Urlaubsgeld nicht zu zahlen, sowie neue Mitarbeiter zu tarifwidrigen Löhnen einzustellen.

Mit juristischen Mitteln wird gegen Betriebsratsmitglieder vorgegangen. Hierbei setzt Ergün Yildiz auf den als „Betriebsrätefresser“ bekannten Rechtsanwalt Helmut Naujoks, der seinen Auftraggebern die Kündigung von sogenannten „Unkündbaren“ verspricht und der in Talkshows und über diverse Publikationen Stellung gegen ArbeitnehmerInnenrechte bezieht.

Betrugsvorwurf und fristlose Kündigung

Einen neuen Höhepunkt der Angriffe auf die Belegschaft stellt die fristlose Kündigung der Betriebsratsvorsitzenden der BK-Filliale in Dortmund Kley, G.Y., dar. Rechtsanwalt Helmut Naujoks stellte im Auftrag von Ergün Yildiz den Antrag beim Dortmunder Arbeitsgericht den Betriebsratsvorsitzenden G.Y. fristlos zu entlassen. G.Y. war vom 10. bis zum 20.6. 2013 arbeitsunfähig krank. Am 20.6.2013 suchte die Distriktleiterin von Burger King die Arztpraxis von G.Y. auf und erschlich sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, mit der Behauptung arbeiten zu müssen, aber etwas anderes vorzuhaben. Nun ist die Burger King GmbH der Auffassung, dass auch G.Y. nicht krank gewesen sei, da der Arzt auch ohne Krankheit eine Patientin, die Distrikleiterin, arbeitsunfähig schrieb. Daher werden dem Betriebsratsvorsitzenden nun eine Strafanzeige und eine Amtsenthebung angedroht.

Bericht des WDR (15.7.2013)

Bericht der jungen welt (16.7.2013)

Solidarität mit der betroffenen Belegschaft!

Das Vorgehen von Ergün Yidiz hat System. Mit ähnlichen Methoden geht er in anderen Filialen, wie zum Beispiel im Mai in Berlin, gegen Betriebsräte vor. Unliebsame ArbeitnehmerInnenvertreter sollen mundtot gemacht werden, schließlich schmälert ihr Einsatz für die Belegschaft den Profit. Wir protestieren gegen die skandalösen Methoden von Ergün Yildiz und sprechen der Belegschaft von Burger King unsere Solidarität aus!

Informiert eure Freunde und Bekannte über diese Vorgänge! Teilt Ergün Yildiz eure Meinung mit (Handy Yildiz: 01714861428, eyildiz@burgerking-gmbh.com). Aktuelle Informationen gibt es unter anderem hier: Stoppt Burger King!

Das Dortmunder Arbeitsgericht wird sich am Mittwoch, den 24.7.2013, um 13.00 Uhr, mit diesem Antrag (10 BV 85/13) beschäftigen. Freunde und Interessierte treffen sich auf Initiative der NGG ab 12.00 Uhr vor der Burger King Filiale Dortmund Ostenhellweg (gegenüber der Reinoldikirche) und begleiten G.Y. zum Arbeitsgericht.

## Update I: Gerichtstermin für 24.07.2013 von Burger King  abgesagt! Druck auf Betriebsrat erhöht!

Wegen angeblicher Vergleichsgespräche hat das Arbeitsgericht den Gütetermin auf Freitag, 02.08.2013, 13.00 Uhr verschoben. Von den Vergleichsgesprächen wissen der Betriebsrat Burger King Kley, der Betriebsratsvorsitzende und die Prozessbevollmächtigten nichts.

Die NGG berichtet, dass Betriebsratsmitglieder bedrängt werden aus der NGG auszutreten und dem Betriebsratsvorsitzenden wiederholt verspätet der Lohn ausgezahlt wurde.

Wir verurteilen diese Politik der Einschüchterung und die Strategie des Zermürbens auf Schärfste!  ##