logo_sdaj_rotIn der Nacht von Samstag auf Sonntag (4.5.2014) befanden sich 2 jugendliche Antifaschisten in Kirchderne auf dem Heimweg, als sie in Kirchderne auf eine Gruppe von 4-5 Neonazis aufmerksam wurden, die gerade damit beschäftigt war, Wahlplakate der Partei DIE RECHTE aufzuhängen. Zur Gruppe der Neonazis gehörten neben dem stadtbekannten Neonazi Matthias Deyda auch die beiden Kandidaten der Partei DIE RECHTE für die Wahl des Stadtrates Michael Brück und Daniel Grebe. Die Antifaschisten äußerten ihren Unmut über die Plakate mit fremdenfeindlichen Inhalten. Daraufhin kam es zu einem kurzen Wortgefecht.

Nachdem die Antifaschisten ihren Heimweg fortsetzen, hielt in der Straße „Im Karrenberg“ plötzlich ein Auto neben ihnen, aus dem die Gruppe von 4-5 Neonazis stürmte. Da die beiden angeblich kurz zuvor gehängte Plakate abgenommen hätten, griffen die Neonazis die Antifaschisten mit Fausthieben an und rangelten beide zu Boden. Nachdem die Neonazis die beiden überwältigt hatten, fesselten sie die Hände von einem der Antifaschisten mit Kabelbindern zusammen und traten auf den anderen am Boden liegenden ein.

Nach etwa 10 Minuten traf die von den Neonazis verständigte Polizei ein, welche Personalien der Beteiligten und wechselseitig Anzeigen aufnahm.

Zu diesem Vorfall erklärt Tino T., Sprecher der SDAJ Dortmund: „Ein solcher Angriff ist in Dortmund einmalig. In SA-Manier Personen zu überfallen und zu fesseln ist eine neue Stufe der Eskalation seitens der Neofaschisten der Partei DIE RECHTE. Das brutale Vorgehen aufgrund des Vorwurfs Wahlplakate abgerissen zu haben ist nicht verhältnismäßig. Hiermit offenbart die Partei DIE RECHTE ihr brutales Antlitz.“

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf die Broschüre „Know your Enemy“  der An­ti­fa-​Re­cher­che Dort­mund.