logo_sdaj_rotWir gratulieren zur erfolgreichen Besetzung der Albertus-Magnus-Kirche und dem Aufbau des Sozialen Zentrums Avanti in der Enscheder Strasse. Nach allem was wir bisher gesehen und mitbekommen haben, bietet das Soziale Zentrum Avanti Räume abseits kommerzieller Freizeitkultur und kapitalistischer Wohnraumpolitik.

In ihrer Grundsatzerklärung kritisieren die BesetzerInnen Leerstände, Mangel an Wohnungen und Freiräumen für eigene Projekte. Angebote, wie das Dietrich-Keuning-Haus und das Jugendzentrum am Stollenpark, decken nur einen Teil des Bedarfs nach Raum für freies Lernen, freie Kunst und gemeinsame Projektarbeiten. Parallel dazu ist eine Reihe an Gebäuden in der Nordtstadt seit Jahren ungenutzt dem Verfall ausgesetzt.

Hierzu erklärt Tino T., Sprecher der SDAJ Dortmund: „Wir begrüßen die Initiative zur Nutzung des Leerstandes, denn nicht nur für junge Leute hängt die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit allzu oft vom Geldbeutel ab. Auch wenn das grundsätzliche Problem kapitalistischer Verwertungslogik hiermit nicht gelöst ist, bietet das Soziale Zentrum Avanti doch Raum für die Entwicklung von Alternativen. Die vorläufige Duldung durch den Pastoralverbund Dortmund Nordstadt-Ost machte Mut für die Zukunft dieses Projektes. Wir bedauern die Entscheidung des Pastoralverbundes die Duldung auslaufen zu lassen, sehen jedoch auch die fehlenden Signale von der Stadt zur Entwicklung konstruktiver Lösungsvorschläge für das Anliegen der BesetzerInnen.“

An die Adresse der BesetzerInnen gerichtet meint Tino T.: „Wir versichern euch unsere Solidarität, auch im Fall einer Räumung. Wir hoffen auf eine Zukunft des Projektes in guter Nachbarschaft zu unserem Treffpunkt, dem Zentrum für Kultur und Politik in der Oesterholzstraße 27.“

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