gegen_nazis1 Am Sonntag, den 21.12.2014, ist es rund 500 Antifaschisten, darunter uns SDAJlern gelungen die von der Partei „die Rechte“ geplanten Kundgebungen in der Nordstadt, in Mengende und in Hörde zu stören. Die Antifaschisten, die sich um das Bündnis BlockaDo organisierten, haben hierbei sogar gänzlich verhindert, dass der Partei „die Rechte“ ihre für 16:45 angemeldete Parade am Münsterplatz in der Nordstadt stattfinden konnte. Auch die im Anschluss geplante Parade im Stadtteil Hörde fand nicht statt.

Wir verurteilen hierbei die Rolle der Polizei, die sich teils überfordert, teils gewaltbereit zeigte. Mit brutalem Einsatz zeigte sich die Polizei wild entschlossen, die von den Nazis angemeldeten Kundgebungen gegen den massiven Protest von Antifaschisten und Anwohner durchzusetzen.

Durch massiven Einsatz von Pfefferspray, sowie das aufhetzen der Polizeihunde wurde die Gesundheit zahlreicher Antifaschisten massiv gefährdet. So wurde in die Menschenmenge, an der Ecke Münster/Malinckrodstraße mit dem gefährlichen chemischen Reizstoff geschossen, wovon unter anderem ein 10 Jähriges Kind betroffen ist und eine Gruppe von Jugendlichen in den Verkehr der stark befahrenen Malinckrodstraße gescheucht worden ist. Beide Vorfälle hätten schwere Konsequenzen für die Betroffenen haben können.

Auch sei zu erwähnen, dass weitere Demonstranten in der U-Bahn Haltestelle Leopoldstraße eingeschlossen wurden und für längere Zeit dort festgehalten worden sind.

Nichtsdestoweniger war der Tag ein voller Erfolg für alle Antifaschisten. Durch den massiven Widerstand gegen die Kundgebung der Nazis in der Nordstadt wurde ein klares Zeichen gegen den aufkommenden Rechtsruck in der Gesellschaft, sowie die Abscheulichkeiten rechter Überzeugungstäter aus den vergangenen Monaten gesetzt. Nach den Gewaltexzessen rechter Hooligans im Oktober in Köln, den PEGIDA Demonstrationen, an welchen sich bereits mehrere Tausend Menschen versammelten, dem Rathausangriff der Partei die Rechte im Mai, sowie den makabren Anfragen der Partei die Rechte im Rat der Stadt Dortmund, wo nicht zuletzt eine Judenkartei im Stile des „dritten Reiches“ angefordert worden ist, ist das als klare Ablehnung dessen verstehen.

Unser Dank gilt an der Stelle noch einmal allen demonstrierenden, die den Nazis gezeigt haben, dass sie unerwünscht sind!