bwfreie_zone_200Am 13. Juni 2015 feiert die Bundeswehr anlässlich ihres 60jährigen Bestehens den „Tag der Bundeswehr“. An 15 Orten in ganz Deutschland möchte sie an diesem Tag „in Kontakt und Dialog mit den Bürgern“ treten. Eines des Hauptziele dabei: die Bundeswehr soll sich als einer der „attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland“ mit modernen Arbeitszeitmodellen, individuellen Karrierepfaden, familienfreundlichen Rahmenbedingungen und einer außergewöhnlich hohen Ausbildungsvergütung profilieren.

Doch was steckt hinter diesem „attraktiven Arbeitgeber“?
Dazu in Kürze ein paar Fakten: Wenn du ein Studium oder eine Ausbildung bei der Bundeswehr machst, verpflichtest du dich, für mindestens 9 Jahre beim Bund zu bleiben. Ebenso verpflichtest du dich ins Ausland zu gehen. Die Zahl der zurückgekehrten Soldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen nimmt dabei stetig zu. Und eine Wiedereingliederung ins zivile Leben funktioniert eben doch nicht so ohne Weiteres. Außerdem brechen fast ein Drittel der Freiwilligen beim Bund ihren Dienst nach einer Probezeit von sechs Monaten ab – trotz der Ausbildungsvergütung von über 1000 Euro im Monat. Das sollte doch stutzig machen.

Fest steht: die Bundeswehr hat Nachwuchssorgen!
Die Bundeswehr ist eine Armee im Einsatz. Die wirklichen Kriegsgründe werden dabei immer offener benannt – also die Absicherung von Handelswegen, die Akquirierung von Rohstoffen und Absatzmärkten. Allerdings immer unter dem Vorwand, dass dies „in unserem Interesse“ sei. Schließlich würde eine starke deutsche Wirtschaft uns allen nützen.
Doch dieses gemeinsame Interesse gibt es nicht! Soldaten verlieren ihr Leben, ganze Länder werden zerstört, die dort lebenden Menschen ermordet. Wer davon profitiert, sind weder die Bewohner dieser Länder noch wir, sondern einzig die deutschen Banken und Konzerne mit ihrem Profitstreben. Und sie sind es auch, auf deren Kosten sich unsere Lebensbedingungen hier in Deutschland stetig verschlechtern. Sie drücken die Löhne, verschlechtern die Arbeitsbedingungen und sorgen für einen Mangel an Ausbildungsplätzen – um so eine Generation perspektivloser Jugendlicher heranzuziehen, die für ihre Profite in den Krieg zieht. Nicht mit uns! Heute wie vor 60 Jahre gilt: Eure Kriege führen wir nicht!

Wir fordern:
Zivile Ausbildungsplätze für alle!
Bundeswehr raus aus Schulen, Berufsmessen und Jobcentern! Kein Werben fürs Sterben!
Bundeswehr abschaffen!