Dortmund, 08.12.2015

BundeswehrAm 10. Dezember wirbt die Bundeswehr mit einem Stand im BiZ (Berufsinformationszentrum) für sich als Arbeitgeber. Die SDAJ Dortmund ruft zu einer Gegenkundgebung von 14:00-17:00 Uhr vor dem BiZ auf. Sie hat sich das Ziel gesetzt, den Anwerbeversuchen der Bundeswehr entgegenzutreten. „Unser Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Bundeswehr kein Arbeitgeber ist wie jeder andere und dass die Interessen der Bundeswehr nicht die von uns Jugendlichen sind“, sagt Karl Macha, Pressesprecher der SDAJ Dortmund.

Die Bundeswehr handelt nicht im Interesse der Bevölkerung, sondern für die Sicherung von Märkten und Rohstoffe für die deutsche Industrie und Banken. Diese Konzerne tragen wiederum die Hauptverantwortung für die schlechten Arbeitsbedingungen und die Abschaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Die prekäre Lage am Ausbildungsmarkt versucht die Bundeswehr auszunutzen, und präsentiert sich als seriösen Arbeitgeber. Mit Ausbildungsstellen, Möglichkeiten zum Studium und einem sicheren Arbeitsplatz wirbt die Bundeswehr um Nachwuchs und punktet dabei gerade im Vergleich zu den sonst recht geringen Chancen auf eine Ausbildung mit anschließender Übernahme bei regulären Betrieben. Insbesondere zu Nutze mache sich die Bundeswehr bei ihrer Werbekampagne die Perspektivlosigkeit der Jugend. Weiter führt Karl Macha aus: „Die Bundeswehr ist kein „sicherer“ Arbeitgeber, eine Ausbildung geht bei ihr immer einher mit mindestens 8 Jahren Verpflichtung, das kann Kriegseinsatz, Verwundung und Tod bedeuten.“