20.12.2015_1Am Sonntag, den 20.12., demonstrierten bis zu 200 Menschen in Dortmund gegen den Einsatz der Bundeswehr in Syrien. Die von Attac, DIDF, DKP, SDAJ, Linksjugend [’solid], SAV dem Dortmunder Friedensforum un dem Bünndis Dortmund gegen Rechts organisierte Demonstration startete um 16 Uhr an der Katharinentreppe.

Wir protestierten dagegen, dass 1.200 deutsche Soldaten, eine Fregatte und mehrere Tornados nach Syrien entsandt werden. Denn auch dieser Krieg wird Jahre dauern. Er wird weitere Hundertausende Opfer fordern.   Beim jetzigen Bundeswehreinsatz geht es darum wieder in der Liga der imperialistischen Staaten mitzumachen und „Verantwortung zu übernehmen“. Er stellt eine Eskalation des Krieges in Nahost dar und bedeutet eine Verschärfung des Konflikts mit dem imperialistischen Russland. Und natürlich geht20.12.2015_3 es am Ende um Rohstoffe, Ressourcen und Einflusssphären. Um unseren Schutz geht es hier nicht.  In der Konsequenz zwingt dieser Kriegseinsatz Menschen zur Flucht nach Europa. Er bringt Tod, Verelendung, Perspektivlosigkeit, Verrohung, erstarkenden Fundamentalismus und Terror dort; und Angst, Bedrohung, Rassismus und Hetze hier.

Nach ersten Redebeiträgen zog die Demo über die Kampstrasse. Mit Flyern und Sprechchören wurden die BescuherInnen des Weihnachtsmarkt auf den Protest gegen eine Kriegsbeteiligung Deutschlands aufmerksam gemacht. Mit Sprechchören wie „An jedem Krieg – In jedem Land – Verdient am Schluss die Deutsche Bank“ oder „Nie – Nie – Nie wieder Krieg“, ging es am Weihnachtsmarkt vorbei.

20.12.2015_5An einer Zwischenkundgebung versammelte sich die Demonstration um den Lautsprecherwagen. Mit weiteren Redebeiträgen wurden die Menschen für die Folgen von Krieg und Zerstörung sensibilisiert. Nach der Kundgebung zog die Demonstration in Richtung der Dortmunder Nordstadt. Wiederrum wurde es laut, mit Sprüchen wie „Deutsche Waffen – Deutsches Geld – Morden Mit In Aller Welt“ oder „Nato weg! Nato Weg! Nato, Nato, Nato… Weg, Weg, Weg!“ bewegte sich die Demo über die Leopoldstraße in Richtung ihrer Abschlusskundgebung. Dabei wurde sie immer wieder von Redebeiträgen vom Lautsprecherwagen her unterstützt und auch vom Applaus und Zurufen von PassantInnenen bestärkt. Vor der Pauluskirche an der Münsterstrasse fand die Demonstration ihr Ende. Wenn tausende Schweigen, schweigen wir nicht!20.12.2015_2