Donnerstag, 12.11.2015, 19 Uhr

Taranta Babu (Humboldstrasse 44), Dortmund

Facebook-Veranstaltung

Im Rahmen des „Proyecto Tamara Bunke“ waren mehrere Jugendliche für einige Monate auf Cuba. Nun sind sie zurück. Zwei von ihnen wollen uns von ihren Erfahrungen berichten. Sie haben in Havanna die Geschichte Cubas studiert und sich mit Philosophie und Ökonomie auseinandergesetzt. Sie haben JournalistInnen von der Tageszeitung der kommunistischen Partei getroffen und mit regimekritischen BloggerInnen diskutiert. Sie waren vor Ort als die Cuban 5 frei gekommen sind und haben drei von ihnen kennengelernt. Sie haben mit eigenen Augen gesehen, was die Wirtschaftsblockade der USA angerichtet hat und welche Hoffnungen es bezüglich der Annäherung der beiden Länder gibt. Sie haben die Vorteile des cubanischen Gesundheitssystems am eigenen Leib erfahren und wissen nun, warum das Bildungssystem zu einem der besten der Welt gehört. Von all diesen Dingen und noch vielem mehr wollen sie uns berichten. Hier noch der Link zu ihrem Blog mit vielen spannenden Berichten.

Freitag, 16. Oktober 2015

18 Uhr, Nordmarkt Dortmund

Facebook-Veranstaltung der IG-Bau-Jugend Bochum-Dortmund

Auch dieses Jahr findet wieder das Nordmarktgedenken statt, das an die sogenannte „Schlacht am Nordmarkt“ vom 16. Oktober 1932 erinnert. Damals marschierten SA-Formationen unter Polizeischutz in das kommunistisch und sozialdemokratisch geprägte Arbeiterviertel ein. Es kam zu mehreren Todesopfern. Veranstalter sind die Stadtteilgruppe Nord der DKP, die SDAJ und die IG-Bau-Jugend Bochum-Dortmund. Eindrücke von der Veranstaltung im letzten Jahr sind hier zu finden.

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Genossinnen und Genossen,

wir möchten euch über einen besonderen Vorfall informieren, der sich vor einigen Tagen ereignet hat. Eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des Verfassungsschutz standen unvermittelt vor der Tür eines Genossen unseres Verbandes. Unter dem Vorwand eine Umfrage unter bekannten Linken zu machen und radikalen Positionen vorbeugen zu wollen, sollten offenbar Informationen über unseren Verband und die linke Szene Dortmunds gewonnen werden.

Nun ist es eigentlich nicht nötig auf die Verstrickungen des bundesdeutschen Geheimdienstes in den NSU Skandal zu verweisen, ist doch schon geschichtlich mehr als eindeutig, wessen gestiges Kind dieses staatliche Instrument ist. Von ehemaligen Nazigrößen aufgebaut, war sein politischer Auftrag von Beginn an klar. Doch spätestens seit offensichtlich wurde, dass der Verfassungsschutz, auch heute noch aktiv die gewalttätige faschistische Szene unterstützt, ist jedwege Kooperation mit dieser staatlichen Stelle selbstredend abzulehnen. Entsprechend wurde auch in diesem Fall von unserem Genossen verfahren, der die Kommunikation mit den beiden Verfassungsschützern ablehnte. Wir werten diesen Vorfall als einen weiteren Angriff der staatlichen Repressionsapparate auf linke Strukturen.

Auch allen anderen raten wir zur Achtsamkeit. Dabei ist es aus unserer Sicht unerlässlich, solche Fälle öffentlich zu machen. Einerseits um auf mögliche Strategien und Vorgehensweisen des Geheimdienstes aufmerksam zu machen. Andererseits um die Machenschaften dieser staatlichen Institution ans Licht zu bringen. So wird es dem Verfassungsschutz erschwert, Informationen über linke Strukturen zu erlangen und diese letztlich gegen diese einzusetzen.

Solidarische Grüße,
SDAJ Dortmund

Wir unterstützen diesen Aufruf der Initiative „Refugees Welcome Dortmund„: Kommt zahlreich und seit laut!!

Wrefugees_welcomeir rufen auf, solidarisch mit ALLEN Geflüchteten auf die Straße zu gehen.

Samstag 26. September 2015 | 15 Uhr | Dortmund Hauptbahnhof/Katharinentreppe

Es ist an der Zeit sich gemeinsam rassistischer Hetze und den alltäglich gewordenen rassistischen Äußerungen im Netz, in der Politik, den Medien, im Freundeskreis und der Familie, am Arbeitsplatz und an der Schule entgegenzustellen!

Gegen Stimmungsmache gegen Geflüchtete!
Gegen das Zusammenpferchen von Menschen in Massenunterkünften!

Gegen rassistische Übergriffe, Hetze und Pogrome: in Dortmund, Witten, Freital, Heidenau und überall!

SOLIDARITÄT – JETZT!

Es rufen auf:

Weitere Unterstützende:

10.9.2015_3Am Donnerstag, dem 10. September 2015 demonstrierten um die 35 AntifaschistInnen gegen Nazigewalt, Asylrechtsverschärfung und Heuchlerei der Regierenden. Aufgerufen zur Kundgebung hatten neben Linksjugend [’solid], SAV, Ciwanen Azad, YXK auch wir. Gemeinsam forderten wir an den Katharinentreppen ein Abschiebungsstop und bedingungsloses Asylrecht.

Seit am 6.9. tausende Refugees am Dortmunder Hauptbahnhof angekommen sind, haben viele hier lebende Menschen ihnen gezeigt, dass sie willkommen sind. Mitten in der Nacht wurden tonnenweise Sachspenden abgegeben, hunderte Menschen halfen im Dietrich-Keuning-Haus bei der Verteilung oder zeigten den Ankommenden ihre Solidarität.

Leider tauchten auch Nazis von „Die Rechte“ auf, um von den Katharinentreppen aus gegen die Refugees zu hetzen und Pyrotechnik auf AntifaschistInnen zu werfen. Als das faschistische Häuflein anschließend zurück nach Dorstfeld wollte, blockierten 300 AntifaschistInnen den Eingang zur Bahnhofshalle. Anstatt die Nazis einfach auf anderem Weg zu ihrem Gleis zu bringen, versuchte die Dortmunder Polizei mit Pfefferspray und Hunden den Weg durch die Bahnhofshalle freizukämpfen. Dabei wurden zwei Antifaschistinnen durch Hundebisse verletzt. Dieses Vorgehen ist typisch für den Umgang der Polizei mit Nazis und mit Protesten gegen sie. Unsere Solidarität gilt den Verletzten.

Zur gleichen Zeit versuchten andere Nazis in Eving eine noch nicht bewohnte Flüchtlingsunterkunft anzuzünden. Trotzdem darf die Rechte mit polizeilichem Schutz und Unterstützung weitere Hetzkundgebungen veranstalten. Sie kann nur durch konsequenten antifaschistischen Widerstand in ihre Schranken gewiesen werden.

Polizeipräsident Lange, Bürgermeister Sierau und Innenminister Jäger (alle SPD) kamen noch am selben Tag zum Hauptbahnhof, um Refugees zu begrüßen. Dabei ging es ihnen offenbar vor allem darum, sich für die Medien als solidarisch und antirassistisch darzustellen – was auch funktioniert hat. Ähnlich handeln auch 10.9.2015_1andere Politiker von SPD und CDU. Die Bundesregierung lässt sich medial feiern, weil sie die Einreise der Refugees über Ungarn und Österreich erlaubt hat. Ihre Forderung nach einem EU-weiten Quotensystem zur „Verteilung“ von Geflüchteten wird als große Verbesserung dargestellt. Aber in Wirklichkeit geht es der Merkel-Regierung darum, Refugees die schon in Deutschland sind und hier auch bleiben möchten innerhalb der EU abschieben zu können.

Mit der von der großen Koalition beschlossenen nächsten Asylgesetzverschärfung sollen Abschiebungen erleichtert werden, indem Refugees bis zu sechs Monate lang gezwungen werden können in Erstaufnahmeeinrichtungen zu leben. Während dieser Zeit sollen sie statt Bargeld ausschließlich Gutscheine und „Sachleistungen“ erhalten. Ziel ist, das Leben für Refugees so unangenehm wie möglich zu machen, um Menschen von der Flucht nach Deutschland abzuhalten. Es ist purer staatlicher Rassismus. Zudem sollen das Kosovo, Albanien und Montenegro zu „sicheren Drittstaaten“ erklärt werden, was es für Menschen aus diesen Ländern quasi unmöglich machen wird legal Aufenthalt in Deutschland zu bekommen. Diese Verschlechterungen stehen in klarem Widerspruch zur breiten gesellschaftlichen Solidarität, die sich in den letzten Tagen gezeigt hat. Es ist wichtig, diesen Widerspruch deutlich zu machen, die Heuchelei der Regierenden und der ihnen nahestehenden Medien zu enttarnen und auf der Straße dagegen zu protestieren, um die Gesetzesverschärfung zu stoppen bevor sie vom Bundestag verabschiedet wird. Wir wollen dazu einen Beitrag leisten.

10.9.2015_2Zur Begründung der Verschärfung verweisen die Regierenden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene auf angeblich leere Kassen und fehlenden Wohnraum. Das sind die Argumente, die ständig genutzt werden um staatlichen Rassismus zu legitimieren und in die Gesellschaft zu tragen. Aber Geld und Wohnraum sind vorhanden – nur in den falschen Händen. Allein das Privatvermögen der reichsten Familie in Deutschland beträgt 25 Milliarden Euro, für Sozialleistungen für Refugees werden im Jahr zwei Milliarden Euro ausgegeben. Drei Prozent aller Wohnungen in Deutschland stehen leer und könnten Geflüchteten zur Verfügung gestellt werden, die dann nicht mehr in Turnhallen, Zelten oder Containern „wohnen“ müssten.

Am Rande der Kundgebung tat sich die Polizei mit der Androhung einer Anzeige wegen des Verteilens von Flugblättern hervor. Ein schönes Beispiel dafür, dass den Repressionsorganen manchmal kein Anlass für Kriminalisierungsversuche zu blöd ist.

Donnerstag, 10.9.2015, 18 Uhr,

Katharinentreppen (gegenüber Hbf Dortmund)

Zur Facebook-Veranstaltung.

Wir fordern:

  • Bleiberecht für alle – Abschiebungen stoppen!
  • Seenotrettung statt Frontex und Kriegsmarine im Mittelmeer!
  • Nein zur Festung Europa – legale Reisemöglichkeiten statt Grenzzaun und Knast für Fluchthilfe!
  • Keine Verschlechterung der Lebensbedingungen von Refugees per Gesetz!
  • Menschenwürdigen, bezahlbaren Wohnraum für alle – ob geflüchtet oder nicht!

Seit am Sonntag tausende Refugees am Dortmunder Hauptbahnhof angekommen sind, haben viele hier lebende Menschen ihnen gezeigt, dass sie willkommen sind. Mitten in der Nacht wurden tonnenweise Sachspenden abgegeben, hunderte Menschen halfen im Dietrich-Keuning-Haus bei der Verteilung oder zeigten den Ankommenden ihre Solidarität.

Leider tauchten auch Nazis von „Die Rechte“ auf, um von den Katharinentreppen aus gegen die Refugees zu hetzen und Pyrotechnik auf AntifaschistInnen zu werfen. Als das faschistische Häuflein anschließend zurück nach Dorstfeld wollte, blockierten 300 AntifaschistInnen den Eingang zur Bahnhofshalle. Anstatt die Nazis einfach auf anderem Weg zu ihrem Gleis zu bringen, versuchte die Dortmunder Polizei mit Pfefferspray und Hunden den Weg durch die Bahnhofshalle freizukämpfen. Dabei wurden zwei Antifaschistinnen durch Hundebisse verletzt. Dieses Vorgehen ist typisch für den Umgang der Polizei mit Nazis und mit Protesten gegen sie. Unsere Solidarität gilt den Verletzten.

Zur gleichen Zeit versuchten andere Nazis in Eving eine noch nicht bewohnte Flüchtlingsunterkunft anzuzünden. Trotzdem darf die Rechte mit polizeilichem Schutz und Unterstützung weitere Hetzkundgebungen veranstalten. Sie kann nur durch konsequenten antifaschistischen Widerstand in ihre Schranken gewiesen werden.

Polizeipräsident Lange, Bürgermeister Sierau und Innenminister Jäger (alle SPD) kamen noch am selben Tag zum Hauptbahnhof, um Refugees zu begrüßen. Dabei ging es ihnen offenbar vor allem darum, sich für die Medien als solidarisch und antirassistisch darzustellen – was auch funktioniert hat. Ähnlich handeln auch andere Politiker von SPD und CDU. Die Bundesregierung lässt sich medial feiern, weil sie die Einreise der Refugees über Ungarn und Österreich erlaubt hat. Ihre Forderung nach einem EU-weiten Quotensystem zur „Verteilung“ von Geflüchteten wird als große Verbesserung dargestellt. Aber in Wirklichkeit geht es der Merkel-Regierung darum, Refugees die schon in Deutschland sind und hier auch bleiben möchten innerhalb der EU abschieben zu können.

Mit der von der großen Koalition beschlossenen nächsten refugees-welcome-sdajAsylgesetzverschärfung sollen Abschiebungen erleichtert werden, indem Refugees bis zu sechs Monate lang gezwungen werden können in Erstaufnahmeeinrichtungen zu leben. Während dieser Zeit sollen sie statt Bargeld ausschließlich Gutscheine und „Sachleistungen“ erhalten. Ziel ist, das Leben für Refugees so unangenehm wie möglich zu machen, um Menschen von der Flucht nach Deutschland abzuhalten. Es ist purer staatlicher Rassismus. Zudem sollen das Kosovo, Albanien und Montenegro zu „sicheren Drittstaaten“ erklärt werden, was es für Menschen aus diesen Ländern quasi unmöglich machen wird legal Aufenthalt in Deutschland zu bekommen. Diese Verschlechterungen stehen in klarem Widerspruch zur breiten gesellschaftlichen Solidarität, die sich in den letzten Tagen gezeigt hat. Es ist wichtig, diesen Widerspruch deutlich zu machen, die Heuchelei der Regierenden und der ihnen nahestehenden Medien zu enttarnen und auf der Straße dagegen zu protestieren, um die Gesetzesverschärfung zu stoppen bevor sie vom Bundestag verabschiedet wird. Wir wollen dazu einen Beitrag leisten.

Zur Begründung der Verschärfung verweisen die Regierenden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene auf angeblich leere Kassen und fehlenden Wohnraum. Das sind die Argumente, die ständig genutzt werden um staatlichen Rassismus zu legitimieren und in die Gesellschaft zu tragen. Aber Geld und Wohnraum sind vorhanden – nur in den falschen Händen. Allein das Privatvermögen der reichsten Familie in Deutschland beträgt 25 Milliarden Euro, für Sozialleistungen für Refugees werden im Jahr zwei Milliarden Euro ausgegeben. Drei Prozent aller Wohnungen in Deutschland stehen leer und könnten Geflüchteten zur Verfügung gestellt werden, die dann nicht mehr in Turnhallen, Zelten oder Containern „wohnen“ müssten.

Der Aufruf wird unterstützt von:

Ciwanen Azad Dortmund
Linksjugend [’solid] Dortmund
SAV Ruhrgebiet
SDAJ Dortmund
YXK Dortmund

Samstag, 1. August, 15:00-22:00 Uhr

Kulturzentrum Wichern-Haus

Stollenstr. 36, 44145 Dortmund

M-26-7Am 26. Juli 1953 hat die versuchte Erstürmung der Moncada Kaserne durch Fidel Castro und seine Revolutionäre die Initialzündung gegeben für die später siegreiche cubanische Revolution. Menschen in Cuba und CubafreundInnen weltweit feiern an diesem Tag den letztendlichen Sieg der cubanischen Revolution nach entbehrungsreichen Kämpfen im Jahr 1959 und deren Verteidigung bis zum heutigen Tag. In diesem Jahr können sich erstmals seit über 16 Jahren alle Cuban Five in Freiheit an diesen Feiern beteiligen, das ist ein großer Erfolg auch für uns als Solidaritätsbewegung. Die Angriffe der USA und ihrer Verbündeten auf die cubanische Revolution werden jedoch nicht erlahmen. Aktuell versuchen sie Cuba zu treffen, indem sie die lateinamerikanische Integration torpedieren. Sie nehmen sich Venezuela zum Ziel und andere fortschrittliche Staaten des Kontinents. Unsere Kräfte dürfen auch jetzt nicht erlahmen, unsere Solidarität ist wichtig.

Im Programm sind Live-Musik mit Edisnay y su Grupo, Vaiven Cubano, Habana Open + Cocktailbar, Cubanische Küche, Zigarren, bildermarkt und Infos rund um Cuba.

Hasta la victoria, siempre!

Hier ein paar Eindrücke aus dem letzten Jahr.

Veranstalter:

Botschaft der Republik Kuba – Außenstelle Bonn, Netzwerk Cuba, Cuba-Hilfe-Dortmund, DKP Kuba-AG, Die Linke Dortmund, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. (Bundesvorstand, Regionalgruppen Bonn, Essen, Köln), Humanitäre-Cuba-Hilfe, SDAJ Bundesverband und SJD/Die Falken Dortmund.

 

refugees-welcome-sdajSeit Dienstag, den 9. Juni 2015 protestiert eine Gruppe syrischer Geflüchteter mit einem Protestcamp in Dortmund. Sie fordern eine schnelle Bearbeitung ihrer Asylanträge und erleichterte Bedingungen zum Familiennachzug. Denn trotz Zusage der Bundesregierung schnell zu helfen, werden ihre Asylverfahren in die Länge gezogen und so sind ihre Familien weiterhin vor dem von westlichen Staaten mitgeschürten Krieg bedroht. Viele der Geflüchteten haben ihre Frauen und Kinder über viele Jahre hinweg nicht gesehen und Schlimmes auf ihrer Flucht erlebt.

In Erzählungen schilderen sie, wie Menschen mit überfüllten Booten oder in engen Autos über verschiedene Länder nach Deutschland flohen. Manche versuchten in Worte zu fassen wie sie wichtige Menschen im Krieg verloren haben. Andere erzählten uns, wie ihre Familien in Syrien auf den Tod warten. All diese Wut, Angst und Verzweiflung leitet die Flüchtlinge dazu ihre Forderungen in dem Protestcamp öffentlich zu machen. Durch den Einsatz der Polizei und zahlreichwer UnterstützerInnen konnte das Camp trotz zwischenzeitlichen Einschüchterungversuchen der Neonazis bislang geschützt werden. Die Flüchtlinge zeigen sind dankbar für die Unterstützung der DortmunderInnen, welche sich solidarisch zeigen indem sie das Camp besuchen, benötigte Dinge spenden und das Gespräch suchen. Am heutigen nachmittag haben wir bei einem Besuch unsere Solidarität mit dem Anliegen der Geflüchteten erklärt, welche hier eingesehen werden kann, und veröffentlichen nun unser Statement. Wer sich solidarisch zeigen möchte, kann auch eine Petition an das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit unterzeichnen:

Solidaritätserklärung

Seit vergangenem Dienstag (9. Juni 2015) protestiert ihr mit einem Camp gegen die Verzögerung eurer Anträge auf Asyl und die Regelungen der Dubliner Abkommen, welche die Abschottung der Europäischen Union (EU) weiter festigen. Mit diesem Schreiben möchten wir unsere Solidarität mit euren Forderungen und eurer Aktion sowie unseren Respekt euch gegenüber zum Ausdruck bringen.

Euren Forderungen nach Annullierung der Dubliner Abkommen, schnelleren Aufenthaltsbewilligungen, einem erleichterten Nachzug der eigenen Familie, Deutschkurse für alle Geflüchteten und erleichterten Zugängen zu Arbeit, Ausbildung und Studium schließen wir uns an. Für uns sind das Recht auf Asyl, Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle Menschen die Grundlagen zur Entfaltung der Möglichkeiten jedes Einzelnen und so Voraussetzungen einer solidarischen Gesellschaft. Die repressive Abschottungspolitik der EU, die tagtäglich Menschen das Leben kostet, lehnen wir ab. Wir fordern hierzu auch die Abschaffung der Agentur FRONTEX, welche mit militärischen Mitteln zur Aufrechterhaltung der „Festung Europa“ beiträgt.

Dass die Bundesregierung ihre Zusage, eure Anträge schneller zu bearbeiten, nicht einhält, überrascht uns leider wenig, da seit Jahren das Asylrecht verschärft wird und Deutschland maßgeblich am politischen Kurs der EU beteiligt ist. Mit Wirtschaftssanktionen, Waffenlieferungen oder direkten Beteiligungen der Bundeswehr schürt der deutsche Imperialismus Konflikte auf der Welt. Ob in Syrien, im ehemaligen Jugoslawien, Libyen – die Bundesregierung sieht sich nur selten in der Verantwortung, sich um die Folgen für die von Zerstörung und Leid betroffenen Menschen zu kümmern. Darum ist es wichtig, ihr Handeln zu kritisieren und diese Folgen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Auch darum solidarisieren wir uns mit eurer Aktion und unterstützen diese im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Wir wünschen euch weiterhin viel Kraft und Mut bei eurem Protest und hoffen, dass die Versuche der Neofaschisten euch und eurer Sache Schaden zuzufügen, weiterhin vergeblich sein werden. Wir solidarisieren uns mit euch, denn das Recht auf Leben in Sicherheit und Frieden ist für uns ein Grundrecht. Wir unterstützen geflüchtete Menschen, die hier Frieden, Gerechtigkeit und eine neue Heimat suchen.

Herzlich Willkommen in Dortmund,

eure SDAJ

(Juni 2015)

 

Was? Club Che: Filmabend mit „Lauffeuer“

Wann? Mi., 3. Juli, 18.30 Uhr

Wo? Zentrum für Kultur und Politik, Oesterholzstrasse 27

Facebook Veranstaltung

Am 2. Mai flüchtet sich eine Gruppe von regierungskritischen Aktivisten nach heftigen Auseinandersetzungen mit Anhängern des Euro-Maidan in das Gewerkschaftshaus in Odessa. Sie verbarrikadieren Fenster und Türen mit Allem, was sie in dem Haus finden, um sich vor den draussen stehenden Angreifern zu schützen. Als diese anfangen, Moltow-Cocktails auf das Gebäude zu werfen, ist die Lage nicht mehr zu retten. Das Gebäude fängt Feuer, über 48 Menschen kommen an diesem Tag ums Leben. Ein halbes Jahr später: Angehörige der Opfer halten regelmäßig Mahnwachen vor dem Haus ab. Hunderte strömen zu dem Haus auf dem großen Platz. Sie bringen Blumen und Schilder, um ihre Angehörigen zu gedenken. Der 2. Mai war für vielen Menschen in Odessa eine traumatische Erfahrung. Doch was genau geschah an diesem Tag und wie konnte es dazu kommen?

Die Regierung scheint sich für eine Aufklärung wenig zu interessieren und auch die großen europäischen Medien sind bei ihrer Berichterstattung kaum in die Tiefe gegangen. Es bleibt eine Tragödie, ein Schlüsselereignis zu Beginn des ukrainischen Bürgerkrieges und eine Zäsur in der jüngeren osteuropäischen Geschichte an der sich nun die Geister scheiden. Warum schritt die Polizei nicht ein? Warum kam die Feuerwehr erst nach 40 Minuten? Warum verschwanden auch nach dem 2. Mai noch viele Menschen, die den 2. Mai überlebt hatten? Gab es Organisatoren, welche diese Entwicklung bewusst herbeigeführt haben?

Dieser Dokumentarfilm nähert sich behutsam diesem schwierigen Thema und versucht Augenzeugen ernst zu nehmen. 16 Interviews halfen dabei den Tag und die großen Mengen an Youtube-Videos zu sortieren und hinterlassen letztlich ein recht vollständiges Bild der Ereignisse. Auch die Rolle von Polizei und Politik wird kritisch untersucht – der Film geht mehreren Spuren nach und muss doch einige Fragen offen lassen.

Letztlich zeigen sich an den Ereignissen in Odessa mehrere Aspekte, die ein besseres Verständnis für die Spaltungen in diesem Land ermöglichen. Eine Stadt in der Mitte des Landes, mit einer bunten ethnischen Zusammensetzung, stand wie keine zweite für eine plurale Ukraine – bis sie durch die politischen Entwicklungen des letzten Jahres und die Tragödie vom 2. Mai zerrissen wurde. Ebenfalls aufschlussreich sind die Reaktionen von Politikern, Experten und Bürgern der Stadt, die dem Zuschauer ermöglichen, das Ganze in einem größeren politischen Kontext zu sehen.

Lauffeuer – ist ein Film, der dem 2. Mai in Odessa auf den Grund gehen will – auch um alle darauf folgenden Entwicklungen besser verstehen zu können.

Eindrücke vom Festival der Jugend 2015 in Köln. Das nächste Festival kommt bestimmt. Vom 02. bis 05.06.2017 – save the date!