Das Bündnis Dortmund Stellt Sich Quer erklärt:

Innerhalb einer Woche wurden in Dortmund vier bekannte Antifaschisten bedroht und angegriffen:

  • In Dorstfeld wurden einem Angegriffenen Fensterscheibe und Windschutzscheibe des Autos zertrümmert,
  • in Aplerbeck wurde der Name eines Bedrohten mit dem Zusatz „linke Sau“ an das Wohnhaus gesprüht,
  • in der Innenstadt-West wurde der Name eines Bedrohten mit dem Zusatz „wir kriegen dich“ an das Wohnhaus gesprüht,
  • in Huckarde wurde am Wohnhaus eines Bedrohten „Kommis töten“ gesprüht und mit einem Hakenkreuz signiert.

Das alles wird von Politik, Polizei und Staatsschutz nahezu sprachlos hingenommen – Wortlaut der Polizei gegenüber einem der so massiv Bedrohten: „Meinen Sie, das hat einen politischen Hintergrund?“ Weiterlesen »

Den „Na­tio­na­len An­ti­kriegs­tag“ am 3. Sep­tem­ber 2011 ver­hin­dern!
Dort­mund stellt sich quer! Sie wer­den nicht durch­kom­men!

Zum 7. Mal in Folge wol­len Neo­fa­schis­ten an­läss­lich des An­ti­kriegs­ta­ges durch Dort­mund mar­schie­ren. Für den 3. Sep­tem­ber mo­bi­li­sie­re n sie eu­ro­pa­weit in die Ruhr­ge­biets­me­tro­po­le. Nach dem wie­der er­folg­reich ver­hin­der­ten Marsch durch Dres­den gilt der so ge­nann­te „Na­tio­na­le An­ti­kriegs­tag“ in Dort­mund als einer der wichtig­sten Auf­mär­sche der deut­schen Neo­na­zis.

Dort­mund hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu einer Hoch­burg mi­li­tan­ter Neo­na­zis ent­wi­ckelt. Bru­ta­le Über­grif­fe auf Mi­gran­tIn­nen und linke Ju­gend­li­che, auf Ge­werk­schaf­te­rIn­nen und po ­li­tisch ak­ti­ve Men­schen, au f al­ter­na­ti­ve Buch­lä­den und auf Par­tei­bü­ros, auf Knei­pen und Ver­an­stal­tun­gen, auf Woh­nun­gen von An­ti­fa­schis­tIn­nen gehen wei­ter und neh­men an Bru­ta­li­tät zu. Weiterlesen »

Videobericht auf Der Westen

Das Bündnis Dortmund gegen Rechts veranstaltete am 8. April 2011 in Dortmund-Dorstfeld zum mittlerweile dritten Mal seinen Antifaschistischen Frühjahrsputz zur Beseitigung von Neonazi-Propaganda aus dem öffentlichen Raum.

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, Bürgerinnen und Bürgern wurden Aufkleber der „Autonomen Nationalisten“ und anderer faschistischer Organisationen von Laternenpfählen, Ampeln, Verkehrsschildern und Haltestellen entfernt.

Dabei geht es natürlich nicht in erster Linie darum, Dortmunds schöne Verkehrsschilder und Laternenmasten sauberzuhalten; vielmehr sollen durch das gute Beispiel Menschen ermutigt werden, auch weiterhin selber aktiv neofaschistische Propaganda aus der Öffentlichkeit zu entfernen. Gleichzeitig dient die Aktion der Vernetzung, der Verstetigung der Zusammenarbeit und Mobilisierung für kommende Aktionen.

Nachmachen in anderen Ortsteilen oder Städten unbedingt erwünscht!

(Foto: BDgR)

Mehr als 100 Menschen gedachten am Montag, dem 28. März 2011, am U-Bahnhof Kampstraße Thomas “Schmuddel” Schulz und der anderen Opfer neofaschistischer Gewalt. Schulz war hier am 28. März 2005 von einem Dortmunder Neonazi erstochen worden. In Redebeiträgen wurde an die Tat erinnert und über aktuelle neofaschistische Gewalttaten berichtet. Ein weiteres Thema war die Forderung nach einer unabhängigen Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt. Weiterlesen »

Am 19. Februar 2011 wollten Faschisten in Dresden mit einem „Trauermarsch“ die Bombardierung der Stadt am 13. und 14. Februar 1945 für ihr revisionistisches Geschichtsbild vereinnahmen. Aus deutschen Tätern wollten sie deutsche Opfer machen. Doch über 20.000 AntifaschistInnen machten es den gerade mal 2.000 Neonazis unmöglich sich zu sammeln, geschweige denn zu demonstrieren. Das zivilgesellschaftliche Bündnis „Dresden Nazifrei!“ konnte den Erfolg vom letzten Jahr wiederholen, als 12.000 Menschen mit friedliche Massenblockaden den Naziaufmarsch verhinderten. Ebenso wurde das Gedenken der Stadt am 13. Februar, woran sich, wie in den vergangenen Jahren, Neonazis beteiligten, von lautstarkem Protest begleitet und ein Fackelmarsch der Neonazis behindert. Weiterlesen »

Presseerklärung des Bündnisses Dortmund gegen Rechts zur Bürgerversammlung am 3. Februar 2011 in Dortmund-Lütgendortmund

Menschen fliehen aus ihren Heimatländern in Afrika, Asien oder Südosteuropa, um Krieg und Verfolgung, Armut, Hunger und Hoffnungslosigkeit zu entkommen. Viele von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Tausende im Jahr verlieren auf der Flucht ihr Leben. Sie ertrinken im Mittelmeer, verdursten in der Wüste oder fallen Kriminellen in die Hände, die ihnen ihr für die Flucht Erspartes wegnehmen und sie hilflos zurücklassen. Die schließlich bei uns ankommen, haben auf der Flucht meist Schlimmes erlebt. Weiterlesen »

Pressemitteilung der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) Dortmund:

Gregor H. befand sich am späteren Abend auf dem Weg nach Hause, als er vor seiner Haustür von einer dunkel gekleideten Person angegriffen wurde. Der Angreifer hatte ihm im Eingangsbereich aufgelauert und sprühte ihm ohne Vorwarnung Pfefferspray ins Gesicht. Gregor gelang es trotz vorübergehender Blindheit durch die stark reizende Flüssigkeit zu flüchten und die Polizei zu alarmieren. Wahrscheinlich hierdurch abgeschreckt, ließ der Angreifer von ihm ab. Die nach kurzer Zeit eingetroffene Polizei nahm eine Anzeige auf. Die durch das Pfefferspray verursachten Hautreizungen mussten ambulant durch eine Notarzt behandelt werden. Pfefferspray ist eine gefährliche Waffe. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Zwischenfällen mit Pfefferspray gekommen, bei denen Menschen ums Leben kamen.

Unser Genosse ist bereits mehrfach von Dortmunder Faschisten bedroht worden, so zum Beispiel mit den Worten: „Willst du als Märtyrer sterben, wie Schmuddel?“ bei einer zufälligen Begegnung. Diese Aussage spielt auf den am Ostermontag 2005 von einem Neonazi ermordeten Thomas Schulz an und ist als direkte Todesdrohung zu werten. Im September 2010 wurden in seinem Haus sowie in der unmittelbaren Umgebung Flyer mit einem Foto von ihm, Anschuldigungen und dem Aufruf gegen ihn aktiv zu werden verteilt. Diese Hetzkampagne zielt darauf ab ihn einzuschüchtern und ihn zur Aufgabe seine antifaschistisches Engagements zu bewegen. Die Faschisten versuchen Gregor H. aus seiner Wohnung in unmittelbarer Nähe zur Immobilie Rheinischen Straße 135 zu vertreiben. In diesem Haus wurden mehrere Wohnungen und ein Ladenlokal von Nazikadern angemietet.

Die SDAJ ist Organisation der lernenden und arbeitenden Jugend und setzt sich konsequent gegen Rassismus und Faschismus ein. Wir lassen uns nicht in Nation, Volk oder Rasse aufspalten. Wir kämpfen gemeinsam für Arbeit, Bildung und ein selbst bestimmtes Leben. Dadurch sind wir den Faschisten ein Dorn im Auge und werden als Organisation und immer häufiger auch persönlich angegriffen. Doch wir nehmen diese Angriffe nicht hin und rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf gemeinsam gegen die Neonazis vorzugehen.“, so Tino T., Sprecher der SDAJ Dortmund.

Dieser neuerliche Angriff reiht sich in eine Kette von Gewalttaten der Dortmunder Neonaziszene ein, die in den letzten Jahren vier Menschen das Leben kosteten. Einen erneuten Höhepunkt stellt der brutale Angriff auf Gäste der Kneipe Hirsch-Q in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2010 dar. Dabei wurden sechs Personen durch Schläge, Tritte, Pfefferspray und Messerstiche verletzt.

Muss erst wieder ein Mensch sterben, bevor Stadt, Politik und Polizei endlich ein konsequentes Konzept zum Vorgehen gegen die Faschisten vorlegen? Die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie sowie der Kauf sind erste Schritte in die richtige Richtung, doch es muss noch einiges getan werden, bis Dortmund auch für die Bürgerinnen und Bürger, die nicht ins menschenverachtende Bild der Faschisten passen, eine lebenswerte Stadt ist.

SDAJ Dortmund
c/o Zentrum für Kultur und Politik
Oesterholzstrasse 27
44145 Dortmund

Gemeinsame Stellungnahme der Linksjugend, Naturfreundejugend, SJD – Die Falken und SDAJ Dortmund zu dem Überfall von Faschisten auf die Hirsch-Q in der Nacht vom 11. auf den 12.12.2010

(Foto: wenedeux, CC)

In der Nacht vom 11. auf den 12.12.2010 kam es erneut zu einem organisierten Überfall Dortmunder Faschisten auf die Kneipe „Hirsch-Q“ auf der Brückstraße in der Dortmunder Innenstadt. Mindestens sechs Personen wurden teils schwer verletzt, als die Angreifer in das Lokal stürmten und auf die Gäste einschlugen. Eine Person wurde dabei mit einem Messer niedergestochen. Mehrere Personen mussten mit Rettungswagen in umliegende Kliniken eingeliefert werden. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gilt den Opfer des Angriffs in dieser Nacht sowie allen andere Personen, die in den letzten Jahren in das Visier des faschistischen Terrors geraten sind. Weiterlesen »

Am vergangenen Sonntag haben Antifaschistinnen und Antifaschisten eine spontane Demonstration in der Innenstadt durchgeführt. Diese Demonstration war eine erste Reaktion auf den hinterhältigen und brutalen Angriff in der Nacht von Samstag auf Sonntag von ca. 15 Neonazis der „Skinheadfront Dortmund-Dorstfeld“ auf Gäste der Kneipe Hirsch-Q. Eine ausführliche Berichtsammlung ist unter der Adresse
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/12/12/naziterror-in-dortmund-rechte-greifen-mit-messer-an_5206
zu finden.

Nach der Demonstration kam es im Bereich der Innenstadt zu willkürlichen Personenkontrollen und Verteilen von Platzverweisen und Anzeigen.
Wenn ihr davon betroffen seit, meldet euch bitte bei der Ortsgruppe Dortmund/Bochum der Roten Hilfe e.V.
Die (verschlüsselte) Kontaktmöglichkeiten findet ihr unter der Adresse http://rotehilfebochumdortmund.blogsport.de/kontakt/

Zum 6. Mal in Folge wollen Neofaschisten anlässlich des Antikriegstages durch Dortmund marschieren. Für den 4. September mobilisieren sie europaweit in die Ruhrgebietsmetropole. Nach dem erfolgreich verhinderten Großaufmarsch der Neonazis in Dresden gilt der so genannte „Nationale Antikriegstag“ in Dortmund als wichtigste Nagelprobe der so genannten „Autonomen Nationalisten“ bundesweit. Weiterlesen »