Am kommenden Samstag (28.3.), dem 10. Todestag von Thomas Schulz, ist einer der größten Naziaufmärsche seit den letzten Jahren in Dortmund angekündigt. Rund 1000 Nazis werden zu einer Demo und einen Reechtsrock-Konzert erwartet. Unterstützung kommt auch von den HoGeSa-Idioten. Wir beteiligen uns an den Aktionen von BlockaDo und rufen zur Teilnahme an diesen auf. Laßt uns den Faschisten gemeinsame zeigen, dass Dortmund nicht ihre Stadt ist!

Treffpunkt | Anreise | Infostruktur

Treffpunkt

10:30 | Kampstraße U-Bahn

Wir empfehlen allen Dortmunderinnen und Dortmundern, die sich an den Aktionen von BlockaDO beteiligen wollen, zu unserem Treffpunkt an der Kampstraße (U-Bahn Haltestelle oberirdisch) zu kommen. Hier erhaltet ihr letzte Infos und von hier aus werden wir gemeinsam nach Huckarde aufbrechen.

Anreise

In verschiedenen Städten in ganz NRW wird es Anreisetreffpunkte geben, von denen aus ihr mit anderen Menschen zusammen nach Dortmund fahren könnt. Zur Anreise, auch aus den Städten ohne Treffpunkt, empfehlen wir den RE1 mit diesem Fahrplan. Schließt euch im Zug den anderen Anreisenden an!

Treffpunkte gibt es in folgenden Städten. Wenn ihr ebenfalls einen Treffpunkt organisiert, schreibt uns!

Infos

Für den 28. März wird es von BlockaDO einen Infoticker geben, den ihr unter @BlockaDO_Info bei Twitter findet. Es wird eine Aktionskarte mit der Region des Naziaufmarsches und allen wichtigen Anlaufpunkten geben, die ihr kurz vorher auf unserer Homepage oder am Morgen des 28. März am Treffpunkt an der Kampstraße bekommt.

10 Years Later – Demo in Gedenken an Thomas Schulz

Anlässlich des 10. Jahrestages des Mordes an Thomas Schulz findet am 28. März eine Antifaschistische Demonstration statt. Aktuelle Informationen dazu findet ihr unter dortmund.blogsport.de

Wir dokumentieren diesen Aufruf des BlockaDO-Bündnisses und rufen zur Beteiligung an den für diesen Tag geplanten antifaschistischen Aktionen auf:

Kein Nazi-Aufmarsch am 10. Todestag von Thomas “Schmuddel” Schulz

Am 28. März 2005 erstach der Dormunder Neonazi Sven Kahlin den Punker Thomas “Schmuddel” Schulz. Zehn Jahre später wollen Neonazis am Jahrestag in Dortmund aufmarschieren und den Mord mit einem Konzert feiern. BlockaDO ruft dazu auf, die Nazis zu stoppen.

Kahlin wurde als Jugendlicher zu 7 Jahren Haft verurteilt; nach seiner vorzeitigen Entlassung 2010 “wegen guter Sozialprognose” war er sofort wieder in der Nazi-Szene aktiv und verübte weitere Gewalttaten, für die er erneut verurteilt wurde.

Nicht nur Kahlin, auch andere Dortmunder Neonazis fielen immer wieder mit Gewalttaten auf: Überfälle auf Politische Gegner*innen, die Kneipe Hirsch-Q oder Anschläge auf Büros von Parteien, die sich gegen Neonazis einsetzen: Dortmund blickt auf viele solcher Vorfälle zurück. Nach dem Verbot des “Nationalen Widerstandes” 2012 und der Gründung der Partei “Die Rechte” als Ersatzorganisation versuchten die Nazis sich als rechtspopulistische Partei zu geben. Die Angriffe und Überfälle gingen zurück, stattdessen versuchten sich die Schläger jetzt im Lokalwahlkampf.

Nazis lassen Maske fallen

Die Maske der Wahlpartei haben sie 2014 gründlich fallen lassen. Beginnend mit dem Überfall auf das Rathaus am Abend der Kommunalwahl steigerten die Nazis ihre Aktivitäten: Sie beteiligten sich an den Hooligan-Ausschreitungen im Oktober in Köln. Im Dezember verunglimpften sie Holocaust-Opfer, NSU-Opfer und drohten offen mit Mord. Sie zeigten Banner mit unverhohlenen Anspielungen auf die NS-Zeit und zündeten einen Kranz am Mahnmal für die jüdische Gemeinde in Dorstfeld an. Sie schickten Antifaschist*innen Todesanzeigen und beschmierten Hauswände. Am 7. Januar zeigten sie offen ihr gewalttätiges Gesicht: Bei einer Informationsveranstaltung zur Eröffnung einer Notunterkunft für Geflüchtete griffen sie Antifaschist*innen und Polizeibeamte an. Wenige Wochen später zogen sie mit Fackeln vor eben dieses Flüchtlingsheim.

Keinen Platz für rechte Gewalt

Die Dortmunder Nazi-Szene plant für den 28.3. eine Demonstration. Die Nazis wollen von Huckarde nach Dorstfeld marschieren, wo ein Abschlusskonzert stattfinden soll. Eine Demonstration an diesem Tag hat selbstverständlich Kalkül. Die Neonazis haben den Mord an Thomas Schulz schon direkt nach der Tat gefeiert, daran hat sich nichts geändert. Auch wenn sie sich nicht trauen, dass so offen auszusprechen: Was die Neonazis am 28. März organisieren ist eine Jubelfeier für einen Mord.
Sie erhoffen sich zusätzlich an diesem Tag Ruhe vor antifaschistischen Gegenaktionen, die ihnen zuletzt häufiger zugesetzt haben. Wie jedes Jahr wird eine Demonstration gegen Rechte Gewalt stattfinden, an der viele Antifaschist*innen teilnehmen werden. Wir werden uns den Nazis entgegenstellen, andere Antifaschist*innen werden gegen Rechte Gewalt demonstrieren – gut so! Wir rufen dazu auf, sich an den vielfältigen Aktionen gegen Neonazis zu beteiligen und erklären uns solidarisch mit allen Menschen, die sich der rechten Gewalt in Dortmund entgegenstellen.

Wir lassen die Provokation der Neonazis nicht unbeantwortet. Das BlockaDO-Bündnis plant bunte Aktionen, um den Nazi-Aufmarsch und das Rechtsrock-Konzert unmöglich zu machen.

Die Schlanke Mathilde in Dortmund HördeDie SDAJ Dortmund unterstützt den folgenden Aufruf von BlockaDO. Lasst uns den Nazis erneut den Tag vermiesen!

Wir stellen uns den Nazis an Silvester im Rahmen einer bunten und fröhlichen Blockade entgegen! Kommt ab 12:30 zum Treffpunkt am Stolperstein Faßstraße Ecke Seekante.

Nach ihren Aktionen am 21., 24. und 27. Dezember wollen die Dortmunder Nazis jetzt auch noch an Silvester ab 13 Uhr aufmarschieren. Am letzten Tag des Jahres plant “Die Rechte” eine Demonstration durch den Stadtteil Hörde. Hier wollen sie “gegen Polizeiwillkür” demonstrieren und rassistische Hetze gegen eine geplante Unterkunft für Geflüchtete verbreiten.

Wir von BlockaDO haben keinen Bock auf menschenverachtende, rassistische Stimmungsmache. Kein Freiraum für Nazis! Wir stellen uns den Nazis an Silvester entgegen, mit einer bunten und fröhlichen Blockade, ein Zeichen passiven Widerstands und zivilen Ungehorsams.

Hinweis: Bitte lasst Böller und Glasflaschen zuhause. Die einzigen Flaschen sind die Nazis!

gegen_nazis1 Am Sonntag, den 21.12.2014, ist es rund 500 Antifaschisten, darunter uns SDAJlern gelungen die von der Partei „die Rechte“ geplanten Kundgebungen in der Nordstadt, in Mengende und in Hörde zu stören. Die Antifaschisten, die sich um das Bündnis BlockaDo organisierten, haben hierbei sogar gänzlich verhindert, dass der Partei „die Rechte“ ihre für 16:45 angemeldete Parade am Münsterplatz in der Nordstadt stattfinden konnte. Auch die im Anschluss geplante Parade im Stadtteil Hörde fand nicht statt.

Wir verurteilen hierbei die Rolle der Polizei, die sich teils überfordert, teils gewaltbereit zeigte. Mit brutalem Einsatz zeigte sich die Polizei wild entschlossen, die von den Nazis angemeldeten Kundgebungen gegen den massiven Protest von Antifaschisten und Anwohner durchzusetzen.

Durch massiven Einsatz von Pfefferspray, sowie das aufhetzen der Polizeihunde wurde die Gesundheit zahlreicher Antifaschisten massiv gefährdet. So wurde in die Menschenmenge, an der Ecke Münster/Malinckrodstraße mit dem gefährlichen chemischen Reizstoff geschossen, wovon unter anderem ein 10 Jähriges Kind betroffen ist und eine Gruppe von Jugendlichen in den Verkehr der stark befahrenen Malinckrodstraße gescheucht worden ist. Beide Vorfälle hätten schwere Konsequenzen für die Betroffenen haben können.

Auch sei zu erwähnen, dass weitere Demonstranten in der U-Bahn Haltestelle Leopoldstraße eingeschlossen wurden und für längere Zeit dort festgehalten worden sind.

Nichtsdestoweniger war der Tag ein voller Erfolg für alle Antifaschisten. Durch den massiven Widerstand gegen die Kundgebung der Nazis in der Nordstadt wurde ein klares Zeichen gegen den aufkommenden Rechtsruck in der Gesellschaft, sowie die Abscheulichkeiten rechter Überzeugungstäter aus den vergangenen Monaten gesetzt. Nach den Gewaltexzessen rechter Hooligans im Oktober in Köln, den PEGIDA Demonstrationen, an welchen sich bereits mehrere Tausend Menschen versammelten, dem Rathausangriff der Partei die Rechte im Mai, sowie den makabren Anfragen der Partei die Rechte im Rat der Stadt Dortmund, wo nicht zuletzt eine Judenkartei im Stile des „dritten Reiches“ angefordert worden ist, ist das als klare Ablehnung dessen verstehen.

Unser Dank gilt an der Stelle noch einmal allen demonstrierenden, die den Nazis gezeigt haben, dass sie unerwünscht sind!

 

 

 

 

Am kommenden Sonntag (21. Dezember) wollen Neonazis der Partei “Die Rechte” in der Nordstadt aufmarschieren. Kommt um 15:30 Uhr auf den Platz Münsterstr./Malinckrodtstraße und beteiligt euch an der Gegendemo von BlockaDo.

Ab 16:45 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Platz an der Münsterstraße Ecke Malinckrodtstraße geplant. Die Nazis demonstrieren gegen die Einwohner der Nordstadt. Dass hier Menschen mit verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen miteinander leben, passt nicht in ihr Weltbild. Mit ihrer Demonstration versuchen die Neonazis an die so genannten PEGIDA-Demonstrationen in Dresden anzuschließen. Dort demonstrieren seit Wochen tausende Menschen gegen Muslime und Asylsuchende in Deutschland. Wir wollen, dass es in Dortmund nicht so weit kommt und stellen uns den Rechten entgegen, bevor sie eine Massenbewegung aufbauen können.

BlockaDO wird am Sonntag auf den Platz an der Münsterstraße gehen. Wir werden uns den PLatz nehmen und den Nazis so die Möglichkeit nehmen, ihre Hetze zu verbreiten. Doch dafür brauchen wir die Hilfe von allen Menschen, die sich gegen Nazis und Rassismus wehren. In der Vergangenheit konnten wir schon einige Erfolge mit unseren Blockaden verzeichnen. Auch am Sonntag kommt es auf jeden an, der mit uns gemeinsam blockiert.

Wir nehmen wieder Platz!

(Quelle: BlockaDo)

DDR_Antifa_1Am Mittwoch, den 17.12.2014 führten wir eine Veranstaltung zum Thema Antifaschismus in der DDR durch. Als Referent war Jürgen Llyod geladen. In seinem Vortrag beleuchtete er die historischen Hintergründe, welche zur Gründung der DDR geführt haben und wie die beiden deutschen Staaten (DDR und BRD) mit der faschistischen Vergangenheit und der Aufgabe der Entnazifizierung umgegangen sind. Des Weiteren ging er auf die Frage ein, wie sich der antifaschistische Charakter der DDR im praktischen Leben ausdrückte. Anschließend wurde darüber diskutiert, wie es dennoch sein konnte, dass nach 1989/90 starke rechte, neonazistische Strukturen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR entstehen konnten.

Die Veranstaltung war mit rund 30 Teilnehmenden gut besucht. Neben historischen Erkenntnissen zogen die Teilnehmenden insbesondere auch Anregungen für die aktuelle politische Auseinandersetzung und den antifaschistischen Kampf mit.

Eine weitergehende Auseinandersetzung mit der DDR hat die SDAJ in einer Broschüre vorgenommen, die ihr auch bei uns bekommen könnt.

LLL-Wochenende.2015Kriegstreiber outen! Krieg dem Krieg heißt Kampf dem Kapital!

Die EU-Wahl 2014 hat gezeigt: Wir erleben in einen Rechtsruck in Europa – Sozialabbau, Islamfeindlichkeit und eine schärfere Einwanderungspolitik sind auf dem Vormarsch. Die „Alternative“ für Deutschland, die FPÖ in Österreich, die Front National in Frankreich: All diese Parteien konnten in den letzten Monaten deutlich zulegen. Aber statt sich gegen diese Entwicklung einzusetzen, unterstützt die deutsche Bundesregierung in der Ukraine Faschisten – namentlich die Partei Swoboda – um die Interessen der deutschen Banken und Konzerne durchzusetzen. Im Moment sind die Planungen eines Bundeswehreinsatzes in der Ostukraine im vollen Gange. Das wäre das 14. Land, in dem die Bundeswehr Krieg führt. Wozu das dient, wird auch von führenden Politikern immer offener ausgesprochen: Horst Köhler (Bundespräsident bis 2010 ) betonte, dass„auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege“ und erst vor kurzem meinte Joachim Gauck (amtierender Bundespräsident), dass „…es manchmal erforderlich ist auch zu den Waffen zu greifen.

Militarismus vs. Jugend

Tagtäglich erleben wir in Schule, Betrieb und Uni, wie gekürzt und zusammengespart wird: Unbezahlbare Mensapreise, Kopiergeld, marode Schulen, überfüllte Klassen, steigende Semesterbeiträge. Jährlich fehlen über 300.000 Ausbildungsplätze – statt genügend Lehrstellen bereit zu stellen, werden Jugendliche aber in sinnlose Warteschleifen gesteckt oder als billige Arbeitskräfte genutzt. Die Bundesregierung hat angeblich kein Geld. Während der „Verteidigungshaushalt“ aber bei 32 Milliarden Euro liegt und die amtierende „Verteidigungsministerin“ aktuell für eine deutliche Aufstockung des Etats wirbt, werden nur 13 Milliarden für Bildung ausgegeben. Das Geld ist also da – statt es aber für eine kostenlose Bildung zu nutzen, werden damit Bundeswehreinsätze in aller Welt finanziert.

Die Novemberrevolution – kämpfen lohnt sich!

Dass der deutsche Imperialismus Krieg führt, ist allerdings nichts Neues. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sprachen sich schon 1914 konsequent gegen den Ersten Weltkrieg aus. Mit der Ablehnung der Kriegskredite, mit Streiks und Demonstrationen leisteten sie Widerstand und kämpften für eine Gesellschaft, in der die Rechte der arbeitenden Bevölkerung nicht ständig in Beschuss stehen. Mit der russischen Oktoberrevolution von 1917 vor Augen war es dann 1918 auch in Deutschland soweit: In der Novemberrevolution erkämpften sie den 8-Stunden-Tag, das Frauenwahlrecht und Koalitions-, Versammlungs- und Pressefreiheit, das Recht der Arbeiter auf Betriebsräte und Kündigungsschutz. Auch wenn das eigentliche Ziel der Novemberrevolution – ein sozialistisches Deutschland – nicht erreicht wurde und die Herrschenden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermorden ließen, zeigt dieses Beispiel dennoch deutlich: Widerstand lohnt sich! Damals wie heute.

Kriegstreiber haben Namen und Adressen!

Hinter den Bundeswehreinsätzen in aller Welt, hinter der Abwälzung der Krisenlasten auf die arbeitende und lernende Bevölkerung steht das Interesse der deutschen Banken und Konzerne.
Doch auch Kriegstreiber haben ihre Zusammenkünfte. Am 7.-9. Februar 2015 findet die so genannte NATO-Sicherheitskonferenz statt, auf der die nächsten Kriegseinsätze in aller Welt geplant werden – vier Monate später, am 4./5. Juni, treffen sich die G7, um darüber zu beraten, wie Ausbeutung, Kriege und Umweltzerstörung noch besser funktionieren. Wir wollen die Treffen der Kriegstreiber verhindern und rufen deshalb dazu auf, sich an den Protesten gegen die NATO-Sicherheitskonferenz und den G7-Gipfel zu beteiligen!

Make capitalism history – Jugend gegen Krieg!

Wir wollen uns in Gedenken an Lenin, Liebknecht und Luxemburg für unsere Interessen und gegen Sozialabbau und Kriege einsetzen! Deshalb fahren wir gemeinsam zum Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Wochenende. Aus ganz Deutschland organisieren wir Busse oder andere gemeinsame Anreisen nach Berlin. Am Samstag werden wir an der Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt teilnehmen und am Sonntag unsere Losungen gemeinsam mit 10.000 anderen Menschen auf die Straße tragen.

Organisatorisches

An- und Abreise Der SDAJ Landesverband Ruhr-Westfalen organisiert wie jedes Jahr eine gemeinsame Hin- und Rückfahrt mit dem Bus. Los geht’s an Freitag abend, den 9. Januar und zurück am Sonntag, dem 12. Januar nach Ende der Demo.

Wer möchte, kann zusätzlich am Samstag an der alljährlichen Rosa-Luxemburg-Konferenz teilnehmen. Für mehr Informationen checkt: http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de und http: www.sdaj-netz.de/lll-wochenende/

Die Kosten für die Hin- und Rückreise mit dem Bus werden wie immer 25 € Normalpreis betragen und 35 € Solipreis. Die Übernachtung von Samstag auf Sonntag ist inbegriffen. Wer an der Konferenz teilnehmen möchte, muss mit zusätzlichen 16 € Eintritt rechnen. Genaue Details über die An- und Abfahrtszeiten werden wir euch in einer gesonderten Infomail zuschicken, wenn ihr Interesse habt. Wenn ihr also bei uns mitfahren möchtet, meldet euch schnellstmöglich bei uns (Kontakt). Und auch für Nachfragen zum Programm o. Ä. stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Wir hoffen, viele von euch in Berlin zu sehen und ein gemeinsames kämpferisches LLL-Wochenende zu erleben!

DDR.Antifa.kleinWann? Mi., 17.12.2014, 19 Uhr

Wo? Taranta Babu (Humboldtstr. 44, 44137 Dortmund)

Wer? Referent ist Jürgen Lloyd (Infos zur Person weiter unten)

Facebook-Veranstaltung

Rund um den 9. November 1938 steckten die Faschisten in Deutschland hunderte von Synagogen in Brand, zerstörten jüdische Geschäfte und Wohnungen, ermordeten hunderte Menschen. 30.000 Juden wurden anschließend in Konzentrationslager verbracht. Millionen sollten folgen. Aber dieses Jahr fand sich wenig Zeit, um daran zu gedenken. Denn auf dem Programm der bürgerlichen Parteien und Medien stand vor allem ein Jahrestag: 25 Jahre Mauerfall! Der Anfang vom Ende der DDR, des deutschen Unrechtsstaats überhaupt, der zweiten Diktatur auf deutschem Boden, in der selbst der Antifaschismus nur staatlich verordnet war. Wie sonst hätten sich Neonazis nach der „Wende“ dort so schnell ausbreiten können?

– soweit die ‚verordnete’ Sichtweise. Wir gehen der Sache auf den Grund und fragen uns, was Antifaschismus in der DDR tatsächlich bedeutete. Wie wurde in den Besatzungszonen nach dem Zweiten Weltkrieg mit den faschistischen Strukturen umgegangen? Wie wurde der Antifaschismus in der DDR als Staatsräson umgesetzt, von welchen gesellschaftlichen Kräften wurde er getragen? Ist es gelungen, Antifaschismus im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern? Was sind Gründe für das heutige Erstarken der Neonazis auf dem Gebiet der ehemaligen DDR? Warum Antifaschismus zum Grundpfeiler eines Staates bzw. einer Gesellschaft deklariert wird – darüber wollen wir mit dem Referenten Jürgen Lloyd diskutieren!

Referent: Jürgen Lloyd *1964, studierte Philosophie, Politik und Germanistik in Aachen, arbeitet als IT-Berater, Leiter der Karl-Liebknecht-Schule der DKP, Mitglied des Vorstands der Marx-Engels-Stiftung. Er veröffentlicht u.a. in den Marxistischen Blättern und der jungen Welt.

Hinweis: Die Veranstaltung steht im Zusammenhang der aktuellen Beschäftigung der SDAJ mit der DDR. Der Bundesvorstand der SDAJ hat dazu kürzlich eine Broschüre veröffentlicht. Diese wird auf der Veranstaltung vorliegen. Siehe auch: http://www.sdaj-netz.de/

Für diese Veranstaltung gilt:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige reaktionäre Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Koeln.wehrt.sich.2.11.2014Köln wollte sich wehren und hat dies auch getan. Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche haben sich am vergangenem Sonntag in der Kölner Innenstadt zusammengefunden, um eine Antwort auf die wachsende rechte Bewegung in Deutschland zu geben und diese Antwort war klar antifaschistisch. „Köln bleib tolerant“ oder „Kein Platz für Rassisten“ war auf vielen der mitgebrachten Schilder und Transparenten zu lesen. Die bunt gemischte und zu jeder Zeit friedlich verlaufende Demonstration war lautstark in der gut gefüllten Innenstadt unterwegs und skandalisierte die rechte Gewalt der sogenannten „HoGeSa“, welche eine Woche zuvor für viel Furore und wenig Zustimmung in der Kölner Bevölkerung gesorgt hatte. Die gehaltenen Redebeiträge wurden zustimmend aufgenommen und reflektieren die Gewalt der Neonazis sowie den Rassismus innerhalb unserer Gesellschaft, aber auch die Ursachen die die Entstehung rechtsradikalen Gedankengutes begünstigen.

Islamkritik oder doch Rassismus?

Am 26.10.14 kam es in Köln zu der gewalttätigsten und größten Machtdemonstration rechter Kräfte in Deutschland seit Jahrzehnten. Knapp 5000 Faschisten aus ganz Deutschland hatten sich auf dem Breslauerplatz zusammen gerottet um, unter dem Deckmantel der Kritik an Salafisten, antimuslimischen Rassismus und antilinke Propaganda zu hetzen. Dies mit einer Gewalt, die über die Grenzen Deutschlands hinaus für Erschrecken und Verwunderung gesorgt haben. Wie kann es sein, dass ausgerechnet in Deutschland Rechte Gewalttäter derart erstarkt sind und auf öffentlicher Straße wieder „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ gerufen wird?

Hooligans – mehr als Idioten?

Viele machen sich die Erklärung der Vorkommnisse in Köln leicht und verweisen auf das tumbe Wesen des Hooligans, als Versager und alkoholsüchtigem Deutschtümler, der seine Kritik gegen Ausländer formuliert, weil er eben dumm ist und nichts taugt. Von Satire Sendung wie der „Heute Show“ bis hin zu unserem Bundespräsidenten, der ja gesagt hat, dass die NPD ein Haufen Idioten ist, ist es beinahe Konsens,dass es halt Faschisten gibt, weil es eben dumme Menschen gibt.
Natürlich sind Faschisten Arschlöcher, aber sie einfach als Idioten abzustempeln verfehlt nicht nur den Kern der Sache sondern erfasst in keinster Weise die Tragweite von dem Rassismus wie er heutzutage wieder in Deutschland zu finden ist.
Wie also kann es sein, dass 5000 Faschisten sich in einer Stadt treffen, die eigentlich als einer der offensten und buntesten deutschen Großstädte gilt?
Das diese große Anzahl an Menschen dauerbesoffene Krawallidioten sind, die einmal zu oft die ganze Nationalhymne gehört haben ist in unseren Augen keine zufriedenstellende Analyse.
Das ein großes Treffen und ein gewaltiges Netzwerk, welches hinter der HogeSa steht nicht über Nacht und zufällig auftritt sollte jedem klar sein. Auch das gewaltige Mobilisierungspotential der Szene ist nicht von heute auf morgen gekommen.
Den Ausschreitungen in Köln gehen bestimmte gesellschaftliche Prozesse voraus, die in Deutschland eine rassistische Grundstimmung geschaffen haben, so das diese wieder salonfähig ist.

Rassismus – Phänomen ohne Ursache?

Der Rassismus wird in Deutschland gleich auf mehreren Ebenen sichtbar. Das gefährliche dabei ist, dass besonders dieser sichtbare Rassismus, dafür sorgt, dass er weiter in die Mitte der Gesellschaft gelangt und zur Normalität, zur vermeintlich legitimen Meinung wird.
Besonders die deutschen Medien haben in den letzten paar Jahren vor allem mit Hetze gegen den Islam zur Verbreitung des antimuslimischen Rassismus beigetragen. Immer wieder wurden Klischees auf ganze Volks und Religionsgruppen ausgeweitet, von einer Islamisierung gesprochen und die weltweite Bedrohung durch den Islam gepredigt. Dies hat bereits Züge einer geistigen Mobilmachung der Gesellschaft, die eigentlich Kriegseinsätzen kritisch gegenübersteht.
Desweiteren schwieg die Presse oft bei rassistischen Übergriffen. Immer wieder kommt es zu Angriffen gegen dunkelhäutige Menschen, die weder von der Polizei noch von der breiten Masse der Medien als rassistisch eingestuft wurden. Auch durch solch fahrlässiges Verhalten wird eine Normalisierung von rassistischen Gedankengut und eine Kultur des wegschauens erzeugt. Die Presse versagt als sogenannte vierte Kraft der Demokratie. Ihre eigentliche Aufgabe über Politik aufzuklären und unabhängig zu berichten kommt sie größtenteils nicht nach, obwohl die durchaus von Nöten wäre.
Rassistische und Antiziganistische Wahlkampfaussagen zu machen um am rechten Rand zu fischen sind schon lange ein normales Mittel von Parteien wie AfD, CDU und CSU. Auch homophobe und sexistische Klischees werden bemüht um möglichst viele Stimmen zu erlangen.
Aber nicht nur im Wahlkampfgeplänkel kommen vermehrt rassistische Worte und Gedanken zum Vorschein. Die jüngste erneute Verschärfung der Asylgesetze von CDU, SPD und Grünen macht mehr als deutlich, dass eine ekelhafte rassistische Spaltungspolitik auch schon bei vermeintlich linken Parteien angekommen ist.
Das wir in Deutschland ein Problem mit Rassismus haben wird jedoch vor allem deutlich wenn man sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt anschaut. Noch immer ist es so, dass viele Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund auf Grund eines ausländisch klingenden Namen abgelehnt werden. Sehr zur Verbreitung von Vorurteilen gegen Ausländer trägt auch die Outsourcing Politik vieler Unternehmen bei, bei denen der Belegschaft in Deutschland ganz offen und unverhohlen gedroht wird abzuwandern und sie gegen Menschen auszutauschen die für noch weniger bereit sind zu arbeiten. Hier wird bewusst das Feindbild vom Ausländer stirilisiert, der dem Deutschen seinen Job wegnimmt. Viele fallen auf diese verkürzte und falsche Kapitalismuskritik, die den Unterschied zwischen den Völkern hervorhebt um den Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital zu verschleiern.

Es sind Unternehmer wie Heinrich Weiss (Aufsichtsratschef des Maschinenbauers SMS Group) oder Hans Wall (Gründer des gleichnamigen Außenwerbers) die Parteien wie die AfD öffentlich unterstützen und so Rassismus in der deutschen Bevölkerung wieder salonfähig machen. Selbst in der SPD haben Menschen ihren Platz, die öffentlich gegen Muslime hetzen. Wie man an der Ablehnung des Ausschlusses von Thilo Sarrazin aus der SPD, durch die Berliner SPD-Landesschiedskommission mitverfolgen konnte.

Rassismus ist und bleibt stärkster Spaltungsmechanismus!

Da wo Faschismus und Fremdenfeindlichkeit in das Denken der Bevölkerung gelangen, da wird ein Widerspruch konstruiert, um die Einigkeit derer zu brechen, die das Subjekt einer Umwälzung sein könnten: der arbeitenden Menschen dieser Erde. Beispielsweise haben die in Deutschland beschäftigen ArbeitnehmerInnen der DHL mit ihren in der Türkei arbeitenden KollegenInnen mehr gemeinsam, als die jeweiligen Belegschaften mit ihren inländischen Vorgesetzten.
In diesem konkreten Fall war das der deutschen DHL-Belegschaft im vergangenem Jahr klar, als sie ihre ArbeitskollegInnen in der Türkei bei ihren gewerkschaftlichen Aktivitäten mit u.a.Unterschriftensammlung und gewerkschaftlichen Delegationen bei ihren Forderungen unterstützten. Schlussendlich gingen die ArbeiterInnen in der Türkei siegreich aus diesem Kampf hervor. Solange die ArbeiterInnen der selben Branche in verschiedenen Nationen sich der Standort-Logik ihrer Vorgesetzten unterwerfen und mit dieser Prämisse weiterhin in gewerkschaftliche Kämpfe gehen, werden alle ArbeiterInnen im globalen Auktionshaus frei nach dem Motto „Wer machts für weniger Geld?“ gegeneinander ausgespielt werden.
Der Rassismus in den Köpfen der Menschen dient im Endeffekt den Kapitalisten, die deswegen auch keinerlei Interesse daran haben gegen eben jenen vorzugehen.

WIR STELLEN UNS GEGEN EINE GESELLSCHAFT IN DEM MENSCHENVERACHTENDE POLITIK BETRIEBEN WIRD UM PROFIT ZU MACHEN.

Deshalb fordern wir:

– Verbot und Zerschlagung von allen faschistischen Organisationen, Parteien und ihren Tarnorganisationen!

– Keine Kriminalisierung von antifaschistischem Widerstand – Verbot von faschistischen Aufmärschen!

(Quelle: SDAJ Köln)

Wann? So., 2.11.2014, ab 13 Uhr

Wo? Rudolfplatz Köln

Facebook-Veranstaltung

Am 02.11.2014 um 13:00 Uhr wird am Rudolfplatz in Köln eine Demo gegen Neonazis, rechte Hooligans und Rassismus stattfinden. Alle antirassistischen und antifaschistischen Organisationen, Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, sich gemeinsam gegen die gewalttätige Machtdemonstration der sogenannten „Hooligans gegen Salafisten“ vom 26.10.2014 zu positionieren.

Am vergangenen Sonntag versammelten sich ca. 4000-5000 Neonazis und rechte Hooligans, um angeblich gegen eine Präsenz von Salafisten in Deutschland zu demonstrieren. Während großer Randale in der Innenstadt wurden über 40 Personen verletzt, darunter Teilnehmende der Gegendemonstration, PassantInnen mit Migrationshintergrund und Polizeibeamte. Nach ihrer Demonstration griffen Neonazis Menschen in Kneipen, in Bahnhöfen und Zügen an. Die Polizei war indes vollkommen unkoordiniert und nicht in der Lage, die Randalierenden unter Kontrolle zu bringen. Mit der Behauptung der Veranstalter, sie seien unpolitisch, versuchten sie, auch für Bürgerinnen und Bürger mit rassistischen Vorurteilen anschlussfähig zu wirken. Die Positionierung gegen den Salafismus ist dabei lediglich ein Deckmantel, um gegen den Islam und Menschen nichtdeutscher Herkunft zu hetzen. Der „Islamische Staat“ und das Massaker in der arabischen Welt sind zu verurteilen – dennoch ist die Ursache des Problems nicht der Islam, sondern der faschistische Machtanspruch militanter Fundamentalisten.

Die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ ist in den vergangenen Monaten rasant gewachsen. Dieser Entwicklung müssen wir alle gemeinsam entgegentreten. Wir richten uns entschlossen gegen Neonazis, rechte Hooligans und ihre menschenverachtende Ideologie! Wir verurteilen den erstarkenden Rassismus in der Gesellschaft! Wir treten gemeinsam für die Betroffenen der HOGESA und gegen jede faschistische Ideologie ein! Denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Bitte verbreitet diesen Aufruf, schreibt selbst Aufrufe, sagt allen Bescheid! Lasst uns den Neonazis zeigen, dass für sie kein Platz ist – nicht in Köln und nirgendwo!

Die Demonstration ist angemeldet

Unterstützer (Stand 30.10.):

BezirksschülerInnenvertretung Köln (BSV Köln)
Rote Aktion Köln
Sdaj Köln
Gruppe Hilarius
DKP Kreis Köln
SAV Köln