Kommentar von Björn Schmidt, Bundesvorsitzender der SDAJ

Millionen Menschen haben am 23. Februar in der ganzen Bundesrepublik mit Schweigeminuten den Opfern der Nazi-Mörder gedacht. Den Opfern zu gedenken, heißt für uns, dass wir nicht aufhören, die Ursachen des faschistischen Mordens bekämpfen. Weiterlesen »

Die atomare Katastrophe, die sich derzeit in Japan ereignet, verdeutlicht eindrücklich, dass die Nutzung der Atomenergie eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit und ihre Umwelt darstellt. Unser tiefstes Mitgefühl und unsere Solidarität gelten den Millionen von Menschen, die Opfer der gewaltigen Naturkatastrophen geworden sind und sich derzeit von der atomaren Verseuchung bedroht sehen. Weiterlesen »

Anti-Kriegs-Kundgebung des Dortmunder Friedensforum

23. März, 17 Uhr am Europabrunnen auf der Kleppingstrasse

Am Samstag haben us-amerikanische, britische und französische Truppen einen seit Wochen propagandistisch vorbereiten Krieg gegen die Bevölkerung Libyens begonnen. Muammar Gaddafi, dessen Sturz des Königs Idris 1969 sowohl im Land selbst als auch von den westlichen Mächten als Entkolonialisierung wahrgenommen wurde, ist urplötzlich als Schlächter seines Volkes und Feind Nummer Eins der freien Welt wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit zurückgekehrt. Weiterlesen »

Pressemitteilung der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) Dortmund:

Gregor H. befand sich am späteren Abend auf dem Weg nach Hause, als er vor seiner Haustür von einer dunkel gekleideten Person angegriffen wurde. Der Angreifer hatte ihm im Eingangsbereich aufgelauert und sprühte ihm ohne Vorwarnung Pfefferspray ins Gesicht. Gregor gelang es trotz vorübergehender Blindheit durch die stark reizende Flüssigkeit zu flüchten und die Polizei zu alarmieren. Wahrscheinlich hierdurch abgeschreckt, ließ der Angreifer von ihm ab. Die nach kurzer Zeit eingetroffene Polizei nahm eine Anzeige auf. Die durch das Pfefferspray verursachten Hautreizungen mussten ambulant durch eine Notarzt behandelt werden. Pfefferspray ist eine gefährliche Waffe. In der Vergangenheit war es immer wieder zu Zwischenfällen mit Pfefferspray gekommen, bei denen Menschen ums Leben kamen.

Unser Genosse ist bereits mehrfach von Dortmunder Faschisten bedroht worden, so zum Beispiel mit den Worten: „Willst du als Märtyrer sterben, wie Schmuddel?“ bei einer zufälligen Begegnung. Diese Aussage spielt auf den am Ostermontag 2005 von einem Neonazi ermordeten Thomas Schulz an und ist als direkte Todesdrohung zu werten. Im September 2010 wurden in seinem Haus sowie in der unmittelbaren Umgebung Flyer mit einem Foto von ihm, Anschuldigungen und dem Aufruf gegen ihn aktiv zu werden verteilt. Diese Hetzkampagne zielt darauf ab ihn einzuschüchtern und ihn zur Aufgabe seine antifaschistisches Engagements zu bewegen. Die Faschisten versuchen Gregor H. aus seiner Wohnung in unmittelbarer Nähe zur Immobilie Rheinischen Straße 135 zu vertreiben. In diesem Haus wurden mehrere Wohnungen und ein Ladenlokal von Nazikadern angemietet.

Die SDAJ ist Organisation der lernenden und arbeitenden Jugend und setzt sich konsequent gegen Rassismus und Faschismus ein. Wir lassen uns nicht in Nation, Volk oder Rasse aufspalten. Wir kämpfen gemeinsam für Arbeit, Bildung und ein selbst bestimmtes Leben. Dadurch sind wir den Faschisten ein Dorn im Auge und werden als Organisation und immer häufiger auch persönlich angegriffen. Doch wir nehmen diese Angriffe nicht hin und rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf gemeinsam gegen die Neonazis vorzugehen.“, so Tino T., Sprecher der SDAJ Dortmund.

Dieser neuerliche Angriff reiht sich in eine Kette von Gewalttaten der Dortmunder Neonaziszene ein, die in den letzten Jahren vier Menschen das Leben kosteten. Einen erneuten Höhepunkt stellt der brutale Angriff auf Gäste der Kneipe Hirsch-Q in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2010 dar. Dabei wurden sechs Personen durch Schläge, Tritte, Pfefferspray und Messerstiche verletzt.

Muss erst wieder ein Mensch sterben, bevor Stadt, Politik und Polizei endlich ein konsequentes Konzept zum Vorgehen gegen die Faschisten vorlegen? Die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie sowie der Kauf sind erste Schritte in die richtige Richtung, doch es muss noch einiges getan werden, bis Dortmund auch für die Bürgerinnen und Bürger, die nicht ins menschenverachtende Bild der Faschisten passen, eine lebenswerte Stadt ist.

SDAJ Dortmund
c/o Zentrum für Kultur und Politik
Oesterholzstrasse 27
44145 Dortmund