Blockupy ein grosser Erfolg

Über 20.000 Menschen demonstrierten gegen Banken, Konzerne, Troika und deren Kahlschlagpolitik. An einem Werktag bewies Blockupy damit eine gewachsene Mobilisierungsfähigkeit. Das war ein großer Erfolg.

Dies soll verdrängt werden durch Bilder von brennenden Polizeiautos und Straßenschlachten. Dass war zu erwarten, es ist über Wochen herbei geredet worden. Darauf war das martialische Auftreten der Polizei abgestimmt.

Mit einem Millionenaufwand, mit mindestens 7.000 schwerbewaffneten Polizisten, mit Hubschraubern, Wasserwerfern, Tränengas und Blendgranaten wurde die Party der Reichen geschützt. SDAJ und DKP erklären: „Offensichtlich hatten die Mächtigen Angst vor ihrer eigenen Arroganz. Es passt nicht gläserne EZB-Luxusbauten hochzuziehen, während Millionen in der EU in schlimmste Armut fallen. Es passt nicht Lachsschnittchen zu reichen, während im Mittelmeer Flüchtlinge an der EU-Außengrenze ersaufen. Da soll der Widerstand gespalten werden. Da braucht man Bilder, die von der Breite und Mächtigkeit des Widerstands ablenken. Aber, die Demonstranten ließen sich nicht aufhalten. Auch nicht durch die Provokationen und Provokateure derer, die tagtäglich Millionen Menschen Gewalt antun.

Bereits morgens beteiligten sich Tausende an den Blockaden. Die große internationale Beteiligung war beeindruckend. Ebenso die stärkere Beteiligung von Gewerkschaftern, die auf ihrer Demonstration am Vormittag zum Römer mehr als 2000 Teilnehmer zählten. Am Abend demonstrierten alle gemeinsam. Es waren mehr als 20.000, die durch Frankfurt zogen. Diese Bilder sah man nicht im Fernsehen. Mitglieder der DKP und der SDAJ waren bei all diesen Aktionen beteiligt und bildeten bei den Demonstrationen einen gut sichtbaren Block. Das alles finden wir ermutigend und vorwärtsweisend.

Dieser Widerstand muss weiter gehen und weiter verbreitet werden z.B. bei den Protesten gegen den G7-Gipfel“.

blockupy-vor-eurozeichen-in-frankfurtDie Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank (EZB) soll am 18. März prunkvoll zelebriert werden. Die EZB ist das Symbol der Unterdrückung der Bevölkerung innerhalb Europas durch ökonomische Gewalt. Die EZB setzt den Leitzins fest, sie vergibt Kredite an Staaten. Sie ist neben der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfond Teil der Troika (neuerdings auch „Institutionen“ genannt), die europäischen Staaten das Spardiktat aufzwingt. Die Folge sind Massenentlassungen, massive Kürzungen im sozialen Bereich und die Einschränkung von demokratischen Rechten.

Die EZB und der deutsche Imperialismus

Der Euro ist das Mittel, auf das sich die deutschen „Eliten“, d.h. die Finanzoligarchen und ihr Hofstaat in Politik und Medien, geeinigt haben, um ihr altes Ziel zu erreichen: Die deutsche Vorherrschaft in Europa mit Frankreich als Juniorpartner, soweit wie möglich ohne den Einsatz militärischer Mittel. Allein ist die deutsche Finanzoligarchie zu schwach, um auf dem Weltmarkt gegen die USA anzutreten, die dort seit 1945 bestimmen.

Die Europäische Währungsunion stärkt den Export deutscher Unternehmen in andere EU-Länder erheblich: Deutschland ist größter Exporteur in andere EU-Länder und größter Exporteur aus der EU heraus. Mit dem Wegfall der nationalen Währungen verfügen diese Volkswirtschaften nicht mehr über die Möglichkeit, deutsche Importe zu verteuern und die eigene Wirtschaft zu stärken. Die Einführung des Euros ist Teil einer aggressiven ökonomischen Außenpolitik des deutschen Imperialismus, der andere Staaten Europas in neokoloniale Abhängigkeitsverhältnisse treibt.

Damit sichern der Euro und die EZB die Dominanz der BRD in Europa. Gleichzeitig werden aber die bestehenden Widersprüche, in denen sich der deutsche Imperialismus befindet, verstärkt, was auch die oft undurchsichtige Haltung der Regierung Merkel erklärt: So nehmen einerseits die Spannungen mit den USA zu. Die US-Imperialisten versuchen, die EU mit politisch-militärischen Machtmitteln weiter zu dominieren; wie das Beispiel Ukraine zeigt. Auf der anderen Seite akzeptiert ein Großteil der „Eliten“ der EU- Länder, auch in Frankreich, die Vorherrschaft des deutschen Imperialismus nicht. Sie sehen sich in den Wettbewerb um Lohnsenkung, Sozialabbau und Abbau demokratischer Rechte gezwungen, was den inneren Frieden in ihren Ländern und damit ihre Macht gefährdet.

Die Weltmachtsambitionen des deutschen Kapitals drücken sich aber nicht nur über ökonomische Instrumente aus. Ein Meilenstein zur Neubestimmung der militärischen Rolle Deutschlands war bspw. das Ende 2013 veröffentlichte Papier zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik „Neue Macht. Neue Verantwortung“. Da wird etwa kritisiert, Deutschland sei derzeit nur „Weltmacht im Wartestand“, werde künftig jedoch mehr „führen müssen“. Genauso werde Deutschland „eigene Interessen und Werte deutlich(er) artikulieren müssen”, dies erfordere jedoch zwingend „mehr militärischen Einsatz und mehr politische Führung.“

EZB und Euro dienen dabei dem gleichen Zweck wie die zunehmende Militarisierung: der Stärkung des deutschen Imperialismus.

Was heißt Solidarität mit Griechenland?

Die Mehrheit der deutschen Linkspartei hat mit ihrer Zustimmung zu den so genannten „Griechenland Hilfen“ eine Fortführung der griechischen Sparmaßnahmen unterstützt. Verkauft wird eine solche Entscheidung von der Parteiführung als Solidarität mit Griechenland. Ein solches Umdeuten von Niederlagen in vermeintliche Erfolge hilft dabei weder den fortschrittlichen Kräften in Deutschland noch in Griechenland. Der Zauber der vom Wahlsieg SYRIZAs ausging benebelt auch viele deutsche Linke noch immer und lenkt von den eigentlichen Aufgaben ab.

Griechenland ist hoch verschuldet. Das Sparprogramm der EU geht auf Kosten der griechischen Bevölkerung: Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei rund 50%, die Löhne sind in den letzten Jahren drastisch gesunken, die Gesundheits- und soziale Versorgung hat sich wesentlich verschlechtert. Von diesen Sparmaßnahmen profitieren die Verursacher der Krise, die mittlerweile wieder ordentlich Gewinne machen: Banken und Konzerne. Während an der griechischen Bevölkerung gespart wird, besteht die EU im Sparprogramm übrigens weiter auf Rüstungsausgaben.

SYRIZA ist weit davon entfernt, das kapitalistische System in Frage zu stellen. In der jetzigen Situation würde eine ernsthafte Verbesserung für breite Schichten aber eine direkte Konfrontation mit dem Großkapital voraussetzen, die von dieser Situation profitieren. Dazu ist SYRIZA aber nicht bereit. Im Mai 2014 betonte Parteiführer Tsipras noch „mit der ganzen Kraft seiner Stimme“, dass niemand die Zugehörigkeit Griechenlands zum Westen, zur EU und zur NATO anzweifeln wolle. Wer aber die Mitgliedschaft Griechenlands im Euro und der EU für nicht verhandelbar erklärt, hat in den Verhandlungen mit EU und Europäischer Zentralbank um neue Kredite und Streckung der Rückzahlungsfristen so gut wie keine Verhandlungsmasse mehr.

Solidarität mit der griechischen Arbeiterklasse muss für uns in Deutschland in erster Linie bedeuten den eigenen Imperialismus anzugreifen. Ein geschwächter deutscher Imperialismus würde die Kampfkraft und den Spielraum der deutschen, wie griechischen Arbeiterklasse stärken.

Deshalb kämpfen wir für das sofortige Ende der Sparpolitik auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung. Es sind deutsche Banken und Konzerne, deren Gewinne durch die Zerstörung des griechischen Gesundheitssystems, oder durch die Perspektivlosigkeit Jugendlicher finanziert werden. Es sind die gleichen Konzerne, die ihre Verluste auf die arbeitenden Menschen in Deutschland abwälzen. Es sind nicht „die Griechen“, die über ihre Verhältnisse gelebt haben und es widerspricht nicht „unserem“ Interesse, die Sparpolitik zu beenden. Es sind die Chefs von VW und der deutschen Bank, von ThyssenKrupp und Siemens, die zahlen müssen.

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Die offensive des Kapitals drückt sich neben einem allgemeinen Druck auf den Preis der Ware Arbeitskraft in Deutschland und der EU auch immer stärker in einer Militarisierung der Gesellschaft aus. Einher mit der Aggression nach außen geht eine verschärfte Grenzsicherung und Repression nach Innen. Blockupy war in den letzten Jahren ein Musterbeispiel der harten Hand des deutschen Staates. Wie in den letzten Jahren agieren wir auch diesmal gemeinsam und solidarisch gegen die Angriffe auf unser Demonstrationsrecht. Denn wir wissen, dass eine Bewegung umso unbarmherziger behandelt wird, je klarer sie sich gegen die Spielregeln des Kapitalismus richtet. Sorgen wir also dafür, dass unser Kampf nicht bei einem symbolischen Angriff auf die EZB stehen bleibt, sondern die Arbeiterklasse in Deutschland dem Imperialismus tagtäglich in den Rücken fällt. Das geht am besten mit konkreten Forderungen, statt leeren Floskeln. Auf nach Frankfurt, grenzenlose Solidarität heißt Kampf dem deutschen Imperialismus.

Wir fordern:

  • Vollständige und einseitige Streichung der Schulden auf Kosten der Banken und Konzerne

  • Keine Rettungspakete & Rettungsschirme für Banken & Konzerne

  • Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich

  • Ein Ausbildungsgesetz inklusive: Recht auf einen Ausbildungsplatz, Mindestausbildungsvergütung von 1200€ Netto, unbefristeter Übernahme im erlernten Beruf

  • Stopp aller Auslandseinsätze der Bundeswehr

  • Auflösung der EU-Battlegroups. Nein zur EU-Armee

Wir dokumentieren diesen Aufruf des BlockaDO-Bündnisses und rufen zur Beteiligung an den für diesen Tag geplanten antifaschistischen Aktionen auf:

Kein Nazi-Aufmarsch am 10. Todestag von Thomas “Schmuddel” Schulz

Am 28. März 2005 erstach der Dormunder Neonazi Sven Kahlin den Punker Thomas “Schmuddel” Schulz. Zehn Jahre später wollen Neonazis am Jahrestag in Dortmund aufmarschieren und den Mord mit einem Konzert feiern. BlockaDO ruft dazu auf, die Nazis zu stoppen.

Kahlin wurde als Jugendlicher zu 7 Jahren Haft verurteilt; nach seiner vorzeitigen Entlassung 2010 “wegen guter Sozialprognose” war er sofort wieder in der Nazi-Szene aktiv und verübte weitere Gewalttaten, für die er erneut verurteilt wurde.

Nicht nur Kahlin, auch andere Dortmunder Neonazis fielen immer wieder mit Gewalttaten auf: Überfälle auf Politische Gegner*innen, die Kneipe Hirsch-Q oder Anschläge auf Büros von Parteien, die sich gegen Neonazis einsetzen: Dortmund blickt auf viele solcher Vorfälle zurück. Nach dem Verbot des “Nationalen Widerstandes” 2012 und der Gründung der Partei “Die Rechte” als Ersatzorganisation versuchten die Nazis sich als rechtspopulistische Partei zu geben. Die Angriffe und Überfälle gingen zurück, stattdessen versuchten sich die Schläger jetzt im Lokalwahlkampf.

Nazis lassen Maske fallen

Die Maske der Wahlpartei haben sie 2014 gründlich fallen lassen. Beginnend mit dem Überfall auf das Rathaus am Abend der Kommunalwahl steigerten die Nazis ihre Aktivitäten: Sie beteiligten sich an den Hooligan-Ausschreitungen im Oktober in Köln. Im Dezember verunglimpften sie Holocaust-Opfer, NSU-Opfer und drohten offen mit Mord. Sie zeigten Banner mit unverhohlenen Anspielungen auf die NS-Zeit und zündeten einen Kranz am Mahnmal für die jüdische Gemeinde in Dorstfeld an. Sie schickten Antifaschist*innen Todesanzeigen und beschmierten Hauswände. Am 7. Januar zeigten sie offen ihr gewalttätiges Gesicht: Bei einer Informationsveranstaltung zur Eröffnung einer Notunterkunft für Geflüchtete griffen sie Antifaschist*innen und Polizeibeamte an. Wenige Wochen später zogen sie mit Fackeln vor eben dieses Flüchtlingsheim.

Keinen Platz für rechte Gewalt

Die Dortmunder Nazi-Szene plant für den 28.3. eine Demonstration. Die Nazis wollen von Huckarde nach Dorstfeld marschieren, wo ein Abschlusskonzert stattfinden soll. Eine Demonstration an diesem Tag hat selbstverständlich Kalkül. Die Neonazis haben den Mord an Thomas Schulz schon direkt nach der Tat gefeiert, daran hat sich nichts geändert. Auch wenn sie sich nicht trauen, dass so offen auszusprechen: Was die Neonazis am 28. März organisieren ist eine Jubelfeier für einen Mord.
Sie erhoffen sich zusätzlich an diesem Tag Ruhe vor antifaschistischen Gegenaktionen, die ihnen zuletzt häufiger zugesetzt haben. Wie jedes Jahr wird eine Demonstration gegen Rechte Gewalt stattfinden, an der viele Antifaschist*innen teilnehmen werden. Wir werden uns den Nazis entgegenstellen, andere Antifaschist*innen werden gegen Rechte Gewalt demonstrieren – gut so! Wir rufen dazu auf, sich an den vielfältigen Aktionen gegen Neonazis zu beteiligen und erklären uns solidarisch mit allen Menschen, die sich der rechten Gewalt in Dortmund entgegenstellen.

Wir lassen die Provokation der Neonazis nicht unbeantwortet. Das BlockaDO-Bündnis plant bunte Aktionen, um den Nazi-Aufmarsch und das Rechtsrock-Konzert unmöglich zu machen.

Bildungsleichen1Bildung für alle? Der Witz geht weiter. – Gegen Selektion im deutschen Bildungssystem“

Am heutigen Mittwoch, den 4. März 2015 folgten rund 50 SchülerInnen dem Aufruf der BezirksschülerInnenvertretung (BSV) Dortmund und uns zu einer Kundgebung vor dem Rathaus der Stadt Dortmund. Im Rahmen einer Kampagne der LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW wurde auf Ungerechtigkeiten im deutschen Schulsystem aufmerksam gemacht. Bevor der städtische Schulausschuss tagte, fand außerdem ein Flashmob statt. In diesem Sinne: Bildung darf keine Ware sein, denn sie ist ein Grundrecht! Wir fordern eine Schule für alle!

Wenn ihr auch aktiv werden wollt, nehmt Kontakt zu eurer SchülerInnenvertretung (SV) bzw. der BSV auf oder kommt zu einem unserer Gruppentreffen.

Medien:

Radio 91.2.

 

Unterstützt die Tarifrunde der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst!

„Kaffee trinken, ‘rum sitzen, ein bisschen mit den Kindern spielen. Und dafür wollen die jetzt auch noch mehr Geld?!“ So steht es manchen Eltern und Passanten nahezu schon auf der Stirn geschrieben, wenn sie vor einem bestreikten Kindergarten stehen. Dabei wird in den Einrichtungen fachlich qualifizierte Arbeit geleistet, während die Bezahlung beschissen ist und die Arbeitsbedingungen hart sind: Eine Kita ist etwa so laut wie ein in 100 Meter Entfernung startender Düsenjet. Deshalb wird jetzt gestreikt. Betroffen sind nicht nur die ErzieherInnen, sondern alle Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst, also ca. eine Dreiviertelmillion Menschen, darunter KinderpflegerInnen, Beschäftige in Behinderteneinrichtungen und viele mehr.

Die Gewerkschaften GEW und ver.di haben sich für die Tarifverhandlungen die Neuverhandlung der Eingruppierungstabelle der Sozial- und Erziehungsdienste vorgenommen, wobei ver.di die Verhandlungsführerschaft innehat, weil hier die meisten Beschäftigten in diesem Bereich organisiert sind. Durchschnittlich soll durch eine Neubewertung der Tätigkeiten der Beschäftigten eine Umgruppierung stattfinden, die durchschnittlich auf eine Lohnerhöhung von 10 % herausliefe – wenn wir sie denn mit vielen Aktionen und Streiks gemeinsam gegen die kommunalen Arbeit“geber“ durchsetzen. Beide Gewerkschaften wollen die Auseinandersetzung mit Öffentlichkeitskampagnen begleiten. „Richtig gute Arbeit, richtig gut bezahlen“ ist das Motto der ver.di-Kampagne und die GEW sagt: Für ein „besseres Ego“, was sowohl eine bessere „EntGeltOrdnung“, als auch eine Stärkung des Selbstbewusstseins der KollegInnen meint. Das ist auch nötig, denn leider sind viele Einrichtungen in kirchlicher Hand und damit „Tendenzbetriebe“, die z. B. keine Betriebsräte bilden dürfen und gänzlich vom Streikrecht ausgeschlossen sind.

Dass die Sozial- und Erziehungstätigkeit vor allem von Frauen ausgeführt wird, ist kein Geheimnis. So ist jede Einschränkung, jeder Verlust im Reallohn und jede Belastung ein weiterer Schlag ins Gesicht der Emanzipation der Frau, jeder erkämpfte Erfolg ist einer für die Emanzipation der lohnabhängigen Frauen und aller Beschäftigten insgesamt. Deswegen ist die Solidarität mit ver.di und GEW im kommenden Tarifstreit die Solidarität mit der Emanzipation. Und die ist jetzt gefragt. Die Tarifrunde wird aller Voraussicht nach lang und schwierig werden – und nicht ohne Unterstützung durchzuhalten sein. Deswegen brauchen wir jede und jeden an der Seite der Beschäftigten! Die Gewerkschaften haben aufgerufen Unterstützungskomitees zu bilden. Also, nur mutig voran! Kontakt zur örtlichen Gewerkschaft aufbauen und anpacken – mit Fahne, Soli-Erklärung und helfenden Händen!

Was? Kundgebung und Aktion

Wann? 14 Uhr

Wo? Friedensplatz Dortmund

Facebook-Veranstaltung

Die BezirksschülerInnenvertretung (BSV) ruft für kommenden Mittwoch zu einer Kundgebung im Rahmen der LSV-Kampagne „Bildung für alle? Der Witz geht weiter. – Gegen Selektion im deutschen Bildungssystem“ auf. Im Rahmen der Kampagne wird für die vielfältigen Auslesemechanismen im deutschen Schulsystem sensibilisiert. Wir begleiten sie bei der Aktion. Die Aktion ist erstes Ergebnisses eines von der BSV und uns organisierten Austausches von Schülerinnen und Schülern am vergangenen Mittwoch.

Wichtig für alle SchülerInnen unter euch: Ihr bekommt von der BSV eine Entschuldigung, die ihr Euren LehrerInnen vorzeigen könnt! Wenn ihr Fragen dazu habet oder auch wissen wollt, was Mittwoch geplant ist, meldet euch bei der BSV.

Die Schlanke Mathilde in Dortmund HördeDie SDAJ Dortmund unterstützt den folgenden Aufruf von BlockaDO. Lasst uns den Nazis erneut den Tag vermiesen!

Wir stellen uns den Nazis an Silvester im Rahmen einer bunten und fröhlichen Blockade entgegen! Kommt ab 12:30 zum Treffpunkt am Stolperstein Faßstraße Ecke Seekante.

Nach ihren Aktionen am 21., 24. und 27. Dezember wollen die Dortmunder Nazis jetzt auch noch an Silvester ab 13 Uhr aufmarschieren. Am letzten Tag des Jahres plant “Die Rechte” eine Demonstration durch den Stadtteil Hörde. Hier wollen sie “gegen Polizeiwillkür” demonstrieren und rassistische Hetze gegen eine geplante Unterkunft für Geflüchtete verbreiten.

Wir von BlockaDO haben keinen Bock auf menschenverachtende, rassistische Stimmungsmache. Kein Freiraum für Nazis! Wir stellen uns den Nazis an Silvester entgegen, mit einer bunten und fröhlichen Blockade, ein Zeichen passiven Widerstands und zivilen Ungehorsams.

Hinweis: Bitte lasst Böller und Glasflaschen zuhause. Die einzigen Flaschen sind die Nazis!

gegen_nazis1 Am Sonntag, den 21.12.2014, ist es rund 500 Antifaschisten, darunter uns SDAJlern gelungen die von der Partei „die Rechte“ geplanten Kundgebungen in der Nordstadt, in Mengende und in Hörde zu stören. Die Antifaschisten, die sich um das Bündnis BlockaDo organisierten, haben hierbei sogar gänzlich verhindert, dass der Partei „die Rechte“ ihre für 16:45 angemeldete Parade am Münsterplatz in der Nordstadt stattfinden konnte. Auch die im Anschluss geplante Parade im Stadtteil Hörde fand nicht statt.

Wir verurteilen hierbei die Rolle der Polizei, die sich teils überfordert, teils gewaltbereit zeigte. Mit brutalem Einsatz zeigte sich die Polizei wild entschlossen, die von den Nazis angemeldeten Kundgebungen gegen den massiven Protest von Antifaschisten und Anwohner durchzusetzen.

Durch massiven Einsatz von Pfefferspray, sowie das aufhetzen der Polizeihunde wurde die Gesundheit zahlreicher Antifaschisten massiv gefährdet. So wurde in die Menschenmenge, an der Ecke Münster/Malinckrodstraße mit dem gefährlichen chemischen Reizstoff geschossen, wovon unter anderem ein 10 Jähriges Kind betroffen ist und eine Gruppe von Jugendlichen in den Verkehr der stark befahrenen Malinckrodstraße gescheucht worden ist. Beide Vorfälle hätten schwere Konsequenzen für die Betroffenen haben können.

Auch sei zu erwähnen, dass weitere Demonstranten in der U-Bahn Haltestelle Leopoldstraße eingeschlossen wurden und für längere Zeit dort festgehalten worden sind.

Nichtsdestoweniger war der Tag ein voller Erfolg für alle Antifaschisten. Durch den massiven Widerstand gegen die Kundgebung der Nazis in der Nordstadt wurde ein klares Zeichen gegen den aufkommenden Rechtsruck in der Gesellschaft, sowie die Abscheulichkeiten rechter Überzeugungstäter aus den vergangenen Monaten gesetzt. Nach den Gewaltexzessen rechter Hooligans im Oktober in Köln, den PEGIDA Demonstrationen, an welchen sich bereits mehrere Tausend Menschen versammelten, dem Rathausangriff der Partei die Rechte im Mai, sowie den makabren Anfragen der Partei die Rechte im Rat der Stadt Dortmund, wo nicht zuletzt eine Judenkartei im Stile des „dritten Reiches“ angefordert worden ist, ist das als klare Ablehnung dessen verstehen.

Unser Dank gilt an der Stelle noch einmal allen demonstrierenden, die den Nazis gezeigt haben, dass sie unerwünscht sind!

 

 

 

 

Am kommenden Sonntag (21. Dezember) wollen Neonazis der Partei “Die Rechte” in der Nordstadt aufmarschieren. Kommt um 15:30 Uhr auf den Platz Münsterstr./Malinckrodtstraße und beteiligt euch an der Gegendemo von BlockaDo.

Ab 16:45 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Platz an der Münsterstraße Ecke Malinckrodtstraße geplant. Die Nazis demonstrieren gegen die Einwohner der Nordstadt. Dass hier Menschen mit verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen miteinander leben, passt nicht in ihr Weltbild. Mit ihrer Demonstration versuchen die Neonazis an die so genannten PEGIDA-Demonstrationen in Dresden anzuschließen. Dort demonstrieren seit Wochen tausende Menschen gegen Muslime und Asylsuchende in Deutschland. Wir wollen, dass es in Dortmund nicht so weit kommt und stellen uns den Rechten entgegen, bevor sie eine Massenbewegung aufbauen können.

BlockaDO wird am Sonntag auf den Platz an der Münsterstraße gehen. Wir werden uns den PLatz nehmen und den Nazis so die Möglichkeit nehmen, ihre Hetze zu verbreiten. Doch dafür brauchen wir die Hilfe von allen Menschen, die sich gegen Nazis und Rassismus wehren. In der Vergangenheit konnten wir schon einige Erfolge mit unseren Blockaden verzeichnen. Auch am Sonntag kommt es auf jeden an, der mit uns gemeinsam blockiert.

Wir nehmen wieder Platz!

(Quelle: BlockaDo)

DDR_Antifa_1Am Mittwoch, den 17.12.2014 führten wir eine Veranstaltung zum Thema Antifaschismus in der DDR durch. Als Referent war Jürgen Llyod geladen. In seinem Vortrag beleuchtete er die historischen Hintergründe, welche zur Gründung der DDR geführt haben und wie die beiden deutschen Staaten (DDR und BRD) mit der faschistischen Vergangenheit und der Aufgabe der Entnazifizierung umgegangen sind. Des Weiteren ging er auf die Frage ein, wie sich der antifaschistische Charakter der DDR im praktischen Leben ausdrückte. Anschließend wurde darüber diskutiert, wie es dennoch sein konnte, dass nach 1989/90 starke rechte, neonazistische Strukturen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR entstehen konnten.

Die Veranstaltung war mit rund 30 Teilnehmenden gut besucht. Neben historischen Erkenntnissen zogen die Teilnehmenden insbesondere auch Anregungen für die aktuelle politische Auseinandersetzung und den antifaschistischen Kampf mit.

Eine weitergehende Auseinandersetzung mit der DDR hat die SDAJ in einer Broschüre vorgenommen, die ihr auch bei uns bekommen könnt.