Demo_29.8Bis zu 350 Menschen beteiligten sich heute abend (29.08.2014) an einer Solidemo für die BesetzerInnen der Albert Magnus Kirche und die Idee eines selbstverwalteten Zentrums in der Nordstadt. Auch wir waren dabei.

Räumung des Sozialen Zentrums Avanti

Heute vormittag durchsuchte die Polizei die besetzte Kirche auf Anordnung der Staatsanwaltschaft, um Ermittlungen im Fall eines versuchten Tötungsdeliktes durchzuführen. Die Ermittlungen bezogen sich auf den Wurf eines Gegenstandes vom Dach der besetzten Kirche in Richtung von Nazis am vergangenen Samstag. Nach Angaben der Polizei wurden in der Kirche 36 Personen kontrolliert und zwei Personen festgenommen, eine davon wegen des Verdachts der Beteiligung am versuchten Tötungsdelikt. Die anschließend ausgesprochenen Platzverweise bis zum kommenden Montag für den gesamten Block und die Beschlagnahmung der Kirche für weitere Ermittlungen, kommen de facto einer Räumung gleich. Der Wurf eines Gegenstandes in Richtung der Nazis ist nicht zu entschuldigen. Dennoch wurde nun gegen die Duldung seitens des zuständigen Pastoralverbundes Nordstadt-Ost der Existenz eines von mehreren hundert Menschen über knapp eine Woche genutzten Freiraumes ein jähes Ende beschert. Hier ließ der staatliche Repressionsapparat seine Muskeln spielen.

Lautstarke Demo durch City und Nordstadt

Gegen 19.20 Uhr startete die Demonstration an der Katharinenstrasse und zog lautstark über Kampstrasse, Nordwall und Leopoldstrasse. Begleitet wurde sie von einem großen Polizeiaufgabot, rund 150 BeamtInnen begleiteten die Demo im Spalier. An der Ecke Münsterstrasse/Heiligegartenstrasse wurde eine erste Zwischenkundgebung abgehalten. Weiter ging es  in die Nordstrasse, wo sich an der Ecke Nordstrasse/Heroldtrasse in Redebeiträgen der Mieterverein Dortmund und die Ratfraktion Bündnis 90/Die Grünen kritisch zum Leerstand äußerten und sich für ein selbstverwaltetes Jugendzentrum aussprachen. Auf dem Nordmarkt endete die Demo mit einem letzten Redebeitrag, der zur Teilnahme an der Demo für die Erhaltung des Autonomen Zentrums Wuppertal am 18.10. aufrief.  Die Demo verlief friedlich und kraftvoll und weckt die Hoffnung, dass dies nicht die letzte Besetzung in Dortmund war.

Hohe Polizeipräsenz und Anquatschversuche

Neben der hohen Präsenz uniformierter BeamtInnen fielen auch eine Reihe ziviler StaatschützerInnen auf. Zu Fuß und im Auto beobachteten sie die Demo. Mindestens ein Beamter war damit beschäftigt mittels einer Fotomappe Personen ausfindig zu machen, andere fragten DemonstrantInnen, ob sie bei der Besetzung dabei gewesen wären. Auf dem Nordmarkt war dann auch der Leiter des Dortmunder Staatsschutzes zugegen. Aufgrund der Aufmerksamkeit seitens der Repressionsorgane weisen wir daraufhin, dass ihr bei Ansprachen durch BeamtInnen keine Auskunft geben müsst (außer euren Personalien und der Berufsbezeichnung) und am besten gar nicht erst ein Gespräch anfangt. Falls ihr eine Anquatschversuch erlebt oder mitbekommen habt, meldet das an politische Gruppen, zum Beispiel der Roten Hilfe. Wie mit der Polizei auf Demos umzugehen ist, könnt ihr hier nachlesen.

Pressemeldung der Polizei zur Durchsuchung (29.08)

Nordstadtblogger (30.08.)

logo_sdaj_rotAm heutigen Vormittag (29.8.2014) räumte die Dortmunder Polizei auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft die besetzte Albert Magnus Kirche in der Enscheder Strasse 15 in der Dortmunder Nordstadt. Nach dem Wurf eines Gegenstandes gegen Nazis, die am vergangenen Samstag (23.08.2014) zunächst ohne Polizeibegleitung vor die besetzte Kirche zogen, wird nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. Neben umfangreichen Maßnahmen zur Spurensicherung wurden auch 38 BesetzerInnen Platzverweise erteilt. Damit kommen die Ermittlungen einer Räumung gleich.

Dazu meint Tino T., Sprecher der Dortmunder SDAJ: „Der Wurf war unnötig und schadete der Sache der BesetzerInnen. Allerdings verwundert es, dass 40 Nazis ohne Polizeibegleitung an die besetzte Kirche heran kommen konnten und die Eskalation möglich wurde. Eine Polizeiführung, die bereits Demotage mit mehreren tausenden Menschen managte, schaffte es nicht oder wollte es nicht schaffen am vergangenen Samstag 40 Nazis im Zaum zu halten. Dass die Beweissicherung mehr ermitteln kann, als dass sich bestimmte Personen in Teilen der Kirche aufgehalten haben, ist fraglich. Mit dem heutigen Einsatz wurde von der Staatsanwaltschaft ein Kurs der Machtdemonstration und Einschüchterung gegen die Besetzung gefahren.“

Die knappe Woche in der das Soziale Zentrum Avanti bestand, machte deutlich, dass eine Alternative zu kapitalistischer Verwertungspolitik möglich ist.

logo_sdaj_rotWir gratulieren zur erfolgreichen Besetzung der Albertus-Magnus-Kirche und dem Aufbau des Sozialen Zentrums Avanti in der Enscheder Strasse. Nach allem was wir bisher gesehen und mitbekommen haben, bietet das Soziale Zentrum Avanti Räume abseits kommerzieller Freizeitkultur und kapitalistischer Wohnraumpolitik.

In ihrer Grundsatzerklärung kritisieren die BesetzerInnen Leerstände, Mangel an Wohnungen und Freiräumen für eigene Projekte. Angebote, wie das Dietrich-Keuning-Haus und das Jugendzentrum am Stollenpark, decken nur einen Teil des Bedarfs nach Raum für freies Lernen, freie Kunst und gemeinsame Projektarbeiten. Parallel dazu ist eine Reihe an Gebäuden in der Nordtstadt seit Jahren ungenutzt dem Verfall ausgesetzt. Weiterlesen »

Blockade auf der Katharinenstrasse

Am vergangenen Samstag, den 23.08.2014 gelang es mehreren hundert AntifaschistInnen eine geplanten Kundgebung der Möchtegern-Partei Die Rechte zu blockieren. Darunter auch eine Gruppe SDAJlerInnen. Anlässlich des zweiten Jahrestages des Verbotes des Nationalen Widerstands Dortmund (NWDO) wollten die Faschisten auf der Katharinenstrasse gegen das Verbot demonstrieren. Letztendlich hielten 85 Nazis eine 50-minütige Kundgebung an der Kampstrasse, eingekesselt zwischen einem Bauzaun, einer Treppe und zahlreichen GegendemonstrantInnen, ab. Im Rahmen der geplanten Blockaden des Bündnisses BlockaDo ist es uns gelungen den Nazis ihre Parade ordentlich zu versauen.  Weiterlesen »

antifa_her_zu_uns## Treffpunkt für Samstag: 13 Uhr an der Katharinentreppe (gegenüber dem Hauptbahnhof) ##

Für Samstag, den 23.8.2014, ruft die Möchtegern-Partei „Die Rechte“ zu einer Kundgebung gegen das Verbot des Nationalen Widerstands Dortmund (NWDO) auf. Die Nazi-Kameradadschaft wurde zusammen mit zwei weiteren Gruppierungen am 23.8.2012 durch das nordrheinwestfälische Innenministerium verboten. Der NWDO zeichnete sich durch eine Reihe an Gewalttaten gegen (vermeintliche) politische Gegner und MigrantInnen aus. Infolge des Verbotes haben sich die Mitglieder der drei Kameradschaften in der Partei „Die Rechte“ neu organisiert.  Weiterlesen »

Die Jugendorganisationen, die die folgende Bekanntmachung unterzeichnen, verurteilen deutlich die Militäroperationen des israelischen Staates gegen das palästinensische Volk, die schon jetzt Hunderte Leben ausgelöscht haben.

Die USA, aber auch die EU, die die verbrecherischen Aktivitäten Israels ermutigen, indem sie sie in vollem Umfang unterstützen, die Opfer mit den Tätern gleichsetzen, ihre politischen, finanziellen und militärischen Beziehungen mit Israel auf verschiedene Art ausbauen, gemeinsame militärische Übungen mit den israelischen Streitkräften organisieren, haben eine schwere Verantwortung für das fortgesetzte Verbrechen gegen das palästinensische Volk und seine Jugend. Weiterlesen »

free_palestine_sdajVor wenigen Stunden hat Israels Ministerpräsident Netanjahu eine Bodenoffensive gegen das palästinensische Volk angeordnet. Mit Flugzeugen, Kanonenboten und Panzern rücken israelische Streitkräfte auf Gaza zu, um den Weg für einen Einmarsch zu ebnen. Sowohl an der Grenze, als auch am Strand stehen mehrere Tausende israelische Soldaten bereit. Der Überfall des israelischen Staates auf das palästinensische Volk folgt auf die jüngsten Eskalationen des Nahostkonfliktes, für den der Tod von Jugendlichen aus Israel wie aus Palästina medial und politisch instrumentalisiert wurde. Weiterlesen »

MindestlohnAm Donnerstag hat der Bundestag die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland beschlossen. Eben dieser war DAS Wahlthema der SPD und seine Einführung für sie von größter Wichtigkeit. Zu stark und deutlich war der gesellschaftliche Wille, einen Mindestlohn gesetzlich zu verankern. Da sich viele SPD-WählerInnen allein durch das Bündnis mit der Union verraten gefühlt haben, mussten medienwirksam nun ein paar Brotkrumen für die Bedürftigen vom Tisch fallen um die Meute zu besänftigen.

Versprochen hatte Arbeitsministerin Andrea Nahles einen flächendeckenden Mindestlohn, der für alle zum Leben reicht. Beide Ziele wurden mit dem beschlossenen Mindestlohn grandios verfehlt! Weiterlesen »

UZ-Pressefest – Bilanz der SDAJ

Gepostet am 1. Juli 2014 Aktionen

UZ-Pressefest-2014-1Das größte Fest der Linken in Deutschland, das UZ-Pressefest, endete am Sonntagabend (29.06.) zum 18. Mal. Gemeinsam mit Gruppe see red! (Düsseldorfer Regionalgruppe der Interventionistischen Linken), und der Naturfreundejugend NRW hat die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) den Jugendbereich auf dem Volksfest der Deutschen Kommunistischen Partei organisiert. Über das Wochenende verteilt haben sich mehrere hundert Jugendliche am Programm beteiligt. Sie machten einen kleinen aber prominenten Anteil der mehreren zehntausend Besucher die trotz strömenden Regen in den Revierpark nach Dortmund kamen. Weiterlesen »

UZ-Pressefest-2014-1Ein erster Bericht über das UZ-Pressefest in junge welt:

Mehrere zehntausend Menschen trotzten dem Regen und machten das 18. UZ-Pressefest der DKP zu einem großen Erfolg

Von André Scheer, Dortmund

Konstantin Wecker beugte sich zu der einige Köpfe kleineren Esther Bejarano herunter, und gemeinsam sangen sie vor mehreren tausend begeisterten Zuhörern »Sage Nein!«. Zuvor hatte die fast 90 Jahre alte Sängerin zusammen mit den Rappern der »Microphone Mafia« die Lieder des jüdischen Widerstandes mit den Rhythmen heutiger Politmusik kombiniert. Das als »Widerstandskonzert« unter dem Motto »Gegen Krieg und Krise – Gemeinsam gegen rechts!« angekündigte Konzert am Samstag abend war einer der Höhepunkte des inzwischen 18. Pressefestes der Wochenzeitung UZ – Unsere Zeit. Weiterlesen »